Austrian Biotech Industry: Standortverbesserung für Zukunftsbranche, jetzt!

Biotechnologie für Standort Österreich von großer Bedeutung - Verbesserung der finanziellen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen dringend erforderlich

Wien (PWK1003) - Die Austrian Biotech Industry (ABI), die Interessenvertretung der österreichischen Biotechnologie-Unternehmen, setzt sich massiv für eine Verbesserung der finanz- und bildungspolitischen Rahmenbedingungen ein, um die Potenziale dieser Zukunftsbranche für den Wirtschaftsstandort Österreich steigern zu können.

"Die zu Wochenbeginn angekündigte Verlegung eines wichtigen Forschungsinstitutes aus Wien ist ein Rückschlag für den gesamten Wirtschaftsstandort. Es zeigt sich einmal mehr, dass Forschung in globalen Netzwerken funktioniert. Ein Standort muss sich daher auch global profilieren und attraktiv sein. Die österreichische Life Science Community verliert mit der angekündigten Verlegung eines ihrer Gravitationszentren, für das rasch Ersatz gefunden werden muss ", so Nikolaus Zacherl, Obmann der ABI.

Die österreichische Biotech-Branche hat sich in den letzen Jahren im internationalen Vergleich recht gut entwickelt, um aber auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss vor allem an zwei Hebeln angesetzt werden: Der Bildung und der Finanzierung.

Die Biotechnologie zählt zu den forschungsintensivsten Branchen -eine funktionierende Nachwuchsförderung und -ausbildung ist das Um und Auf. "Das Interesse für die Naturwissenschaften muss bereits in der Schule geweckt werden", erklärt Zacherl. Die ABI begrüßt und unterstützt jede diesbezügliche Initiative.

Neben der Nachwuchsförderung sind die verbesserte Wachstumsfinanzierung und die Forcierung von Risikokapital für die österreichischen Biotechnologie-Unternehmen von zentraler Bedeutung. "Der österreichische Venture-Capital Markt muss endlich mit Leben erfüllt werden und sich stärker am Reifegrad der Biotech-Unternehmen orientieren, damit die Unternehmensfinanzierung nicht nur in den Anfangs-, sondern vor allem auch in den kapitalintensiven Wachstumsjahren gesichert werden kann. Wir sehen den diesbezüglichen Regelungen mit gespannter Erwartung entgegen und stehen jederzeit als Gesprächspartner zur Verfügung", betont Zacherl. Der ABI-Obmann führt weiter aus, dass für die Biotechnologie auch die öffentliche Förderung von Forschungsinfrastruktur, sowie der freie Marktzugang für Innovationen entscheidende Kriterien für die Attraktivität eines Standorts sind.

"Ein nationaler Biotech-Schulterschluss nach irischem Vorbild wäre wünschenswert", so Zacherl abschließend. Irland hat einen nationalen Masterplan für die Zukunftsbranche Biotechnologie entworfen und steht damit heute an der Spitze Europas.

(Über die ABI: Die ABI ist im Fachverband der Chemischen Industrie angesiedelt und die Interessenvertretung der heimischen Biotechnologie-Unternehmen. Sie repräsentiert rund 95 Prozent der österreichischen Biotechnologie-Wertschöpfung. Zu den Mitgliedern der ABI zählen etablierte Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie ebenso wie junge Start-Ups.) (us)

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