Mölzer: Schengen-Erweiterung: Es wächst zusammen, was zusammengehört

Für Jubel besteht aber dennoch kein Grund - Auch Kriminaltouristen und Verbrecherbanden werden neue grenzenlose Reisefreiheit nutzen

Wien (OTS) - Die Erweiterung des Schengen-Raumes sei mit
verhaltener Freude zu begrüßen, weil zusammenwächst, was zusammengehört, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Denn damit gelangen Länder in den Kern dieser Europäischen Union, die zuletzt friedlich vor 90 Jahren, also zu Zeiten der ehemaligen Habsburger-Monarchie, ohne Grenzen mit uns vereint waren:
Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien", so Mölzer weiter.

So begrüßenswert einerseits die Erweiterung des Schengen-Raumes auf Österreichs östliche Nachbarstaaten an sich sei, so sei andererseits davon auszugehen, daß dieser Schritt übereilt vorgenommen wurde, meinte der freiheitliche EU-Mandatar. "Ob Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien in der Lage sein werden, die künftige Schengen-Außengrenze wirkungsvoll zu sichern, muß sich erst zeigen. Vor allem ist zu befürchten, daß nicht nur unbescholtene Bürger Ungarns, Sloweniens, der Slowakei und der Tschechischen Republik die neue grenzenlose Reisefreiheit nützen werden, sondern auch Kriminaltouristen und Verbrecherbanden", warnte Mölzer.

Auch sei zu befürchten, so der freiheitliche EU-Mandatar, daß sich die illegale Arbeits-Migration aus den neuen Schengenländern verstärken und den heimischem Arbeitsmarkt zusätzlich unter Druck setzen könnte: "Die Durchschnittseinkommen der Tschechen, Slowaken, Ungarn und Slowenen liegen deutlich unter dem österreichischen. Daher ist die Versuchung groß, nach dem Wegfall der Grenzkontrollen eine illegale Beschäftigung in Österreich anzunehmen und hier für Dumpinglöhne zu arbeiten. Das beste Beispiel ist das ohnehin so problematische Pflegewesen, wo tschechische und slowakische Pflegerinnen für einen Lohn rund um die Uhr arbeiten, für den keine Österreicherin es tun würde", schloß der freiheitliche Europa-Abgeordnete.

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