Sportstaatssekretär Lopatka zur EURO 2008: Einzigartiges Fest für die Jugend

Weitere Themen im Sportausschuss: Weißbuch Sport und ökosoziale Nachhaltigkeit im Sport

Wien, 19. Dezember 2007 (OTS) - "Mit Weltmeister Italien und Europameister Griechenland werden zwei europäische Top-Mannschaften während der EURO 2008 ihr Quartier in Österreich aufschlagen. Damit hat die Fußball-Europameisterschaft nach der Gruppenauslosung und 171 Tage vor Beginn endgültig ihr sportliches Gesicht bekommen", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im heutigen Sportausschuss nach Bekanntgabe der Teamquartiere durch die UEFA. Insgesamt werden mit Griechenland, Kroatien, Russland, Tschechien, Italien, Spanien und Polen acht Nationalteams in Österreich wohnen. Organisatorisch seien die Vorbereitungsarbeiten "voll im Plan", betonte Lopatka bei der Präsentation des 2. Statusberichtes der Bundesregierung zur UEFA EURO 2008. "Wir sind uns der Jahrhundertchance bewusst und werden das Fußball-Fest sportlich, wirtschaftlich und touristisch nachhaltig nützen." Er, Lopatka, wünsche sich eine "noch stärkere Einbindung der Jugend". Denn der sportliche Erfolg werde auch daran gemessen, "ob es uns gelingt die Jugend durch dieses einzigartige Fest nachhaltig für Sport zu begeistern und für die Vereine zu gewinnen". ****

Die österreichische Bundesregierung habe sämtliche Infrastrukturmaßnahmen für die EURO 2008 planmäßig abgeschlossen, so der Sportstaatssekretär. In enger Abstimmung mit Veranstaltungs-Partner Schweiz wurden das Sicherheits-, Verkehrs- und Nachhaltigkeitskonzept erstellt und gemeinsam umgesetzt. Der Sportausschuss befasste sich in diesem Zusammenhang mit einem Entschließungsantrag betreffend der Nachhaltigkeitskriterien für die Ausstattung österreichischer Sportlerinnen und Sportler bei Großveranstaltungen. "Für die EURO 2008 und die Olympischen Sommerspiele in Peking wurden die dafür verantwortlichen Institutionen ÖFB (Österreicherischer Fußballbund) und ÖOC (Österreichisches Olympisches Comité) bereits befasst", betonte Lopatka die Bedeutung der Themenkreise Kinderarbeit, Umweltkriterien und Menschenrechtsverletzungen.

"Der ÖFB hat mit PUMA einen Ausrüster, der sich zur ökologischen und sozialen Verantwortung bekennt. Bei der EURO 2008 wird darüber hinaus im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzepts darauf geachtet, dass regionale oder 'FairTrade'-Produkte angeboten werden." Auch das ÖOC sei an der Absicherung sozialer Mindeststandards bei der Herstellung der Produkte seiner Ausstatter interessiert. Er, Lopatka, könne sich zudem innerhalb der Förderrichtlinien des Bundes eine Zielbestimmung für die Unterstützung der Nachhaltigkeit vorstellen. "Im Rahmen des 'SPORT:ZUKUNFT'-Reformprozesses werde ich eine 'Partnerschaft für Nachhaltigkeit im Sport' mit den Sportartikel-Ausrüstern in Österreich vorschlagen und Möglichkeiten des Einbaus mit den Sportverbänden besprechen."

Weiteres zentrales Thema im Sportausschuss waren die Schlussfolgerungen aus dem "Weißbuch Sport" der EU-Kommission. Er, Lopatka, begrüßte den Aktionsplan "Pierre de Coubertin", der zu Ehren des IOC-Gründers benannt wurde. Dieser schlägt rund 50 konkrete Aktionen unter Leitung der Kommission vor. "Erstmals liegt ein umfassendes Analysepaket zu den Herausforderungen des Sports in Europa vor, das konkret aufzeigt, wie man den Bedrohungen des Sport -Doping, Gewalt und Rassismus - auf europäischer Ebene begegnen kann." Bedeutend sei in diesem Zusammenhang der Vorschlag der Kommission, den "Handel mit verbotenen Dopingsubstanzen in der gesamten EU genauso zu verfolgen wie den illegalen Drogenhandel".

Im Weißbuch wurden darüber hinaus wichtige Initiativen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft für die Entwicklung des Sports auf europäischer Ebene übernommen. "Sport wird als politisches Instrument in den Außenbeziehungen der EU anerkannt, ebenso als Werkzeug für die Entwicklungspolitik der EU und der Integration." Als weiteren Punkt nannte Lopatka das "Europäische Sport-Satellitenkonto", das unter der Leitung österreichischer Wirtschaftsforscher auf europäischer Ebene entwickelt wird und die Leistungen des Sports am gesamten Wirtschaftsaufkommen der EU messen wird. "Nach den Überlegungen der Kommission zur Europäisierung des Sports ist der neue Reformvertrag ein zweiter bedeutender Schritt zu dessen Stärkung. Erstmals ist Sport in einem europäischen Vertragswerk verankert und in seiner sozialen wie wirtschaftlichen Bedeutung anerkannt", betonte der Sportstaatssekretär.

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