BZÖ-Wien: Skandalöse und unsoziale Zustände in Gastgewerbe und Hotellerie

Köche, Kellner, Servicepersonal, Abwäscher, Rezeptionisten, Lagerlogistiker verrichten de facto Sklavenarbeit

Wien (OTS) - "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gastronomie und der Hotellerie verrichten teilweise bereits de facto Sklavenarbeit. Absolut schlechte Entlohnung, unterster Kollektiv, keine Vertretung durch die HGPD-Gewerkschaft, keine Ansprechpersonen der Gewerkschaft vor Ort sind nur einige der unwürdigen Zustände für diese Berufsgruppe", berichteten heute der Landesobmann des BZÖ-Wien, Mag. Michael Tscharnutter und sein Stellvertreter Dietmar Schwingenschrot.

Besonders in der Vorweihnachtszeit und zu Silvester verstärken sich die Probleme erheblich, da die in dieser Zeit anfallenden Überstunden zum Teil nie ausbezahlt werden. In den vergangenen Monaten drängten zusätzlich noch viele ungelernte Arbeitskräfte aus Osteuropa auf den Arbeitsmarkt und drückten die Löhne zusätzlich nach unten. Das Problem der Schwarzarbeit in diesem Bereich ist ebenso eklatant.

"Die Stimmung ist explosiv. Es liegt ein Streik in der Luft", so Schwingenschrot. Das BZÖ unterstützt ausdrücklich die Initiative der Betroffenen zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und fordert die HGPD-Gewerkschaft auf endlich aktiv zu werden. Es wäre auch hoch an der Zeit, dass das Arbeitsinspektorat den vielen Hinweisen auf Schwarzarbeit, insbesondere auch bei den zahlreichen Christkindlmärkten, nachgeht.

"Es ist für unser Land unwürdig, dass Mitmenschen unter solchen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. Besonders zu Weihnachten wird diese Kluft besonders sichtbar und die Verantwortlichen wären gut beraten die Missstände schnellstens abzustellen", schloss Tscharnutter.

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