Strache: EU-Skepsis der Österreicher sollte der Regierung zu denken geben

Wien (OTS) - Die Vorbehalte der FPÖ gegen die in immer weitere Bürgerferne entrückte Europäische Union würden einmal mehr bestätigt, stellt FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache angesichts einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage fest. "Nur 38 Prozent der Österreicher halten die Mitgliedschaft in der Union demnach für eine gute Sache. 43 Prozent sind dagegen der Ansicht, Österreich habe vom EU-Beitritt nicht profitiert."

Ob die fortschreitende und vom EU-Reformvertrag alsbald komplettierte Abtretung von Hoheitsrechten, der ausufernde Transit, massive Verteuerungen bei Grundnahrungsmitteln und Energie, das Bauernsterben oder der Ederer-Tausender, der den Österreichern nicht, wie versprochen, bleibe, sondern zusätzlich fehle, hätten die Österreicher mannigfache Gründe für ihre zunehmende EU-Entgeisterung. Die Bundesregierung werde sich angesichts der erhobenen Daten zweifellos auf ihren alten Alibi-Strandpunkt zurückziehen, die Menschen verstünden einfach nicht, was die EU dem Land an Segen bringe.

"Tatsächlich aber kann nicht verstanden werden, wo es nichts zu verstehen gibt", befindet Strache. "Gefühlte Sicherheit, Kaufkraft, Pensionen - in für unsere Lebensqualität wesentlichsten Bereichen hat die EU-Mitgliedschaft Österreichs zu massiven Verschlechterungen geführt. Die Brüsseler Konzernokratie schiebt das Zauberwort des Wirtschaftswachstums vor, um eine gezielt betriebene Fehlentwicklung zu verschleiern, die dazu beiträgt, dass die Reichen reicher, die Armen aber immer ärmer werden und der Mittelstand de facto vor der Auflösung steht."

Die jetzt vorgelegten Zahlen fänden sich auch in der laufenden FPÖ-Petition bestätigt, die eine verbindliche Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag zum Ziel habe, berichtet der FPÖ-Bundesparteiobmann. "Wir halten schon jetzt bei weit über 100.000 Unterschriften und werden unsere Anstrengungen ab Jänner nochmals intensivieren. Nur in der Koalition mit dem Bürger können wir jenes Europa bauen, das den Gründervätern der Union vorschwebte, ein Europa der Europäer, das kein Europa der Konzerne sein darf. Solange SPÖ und ÖVP diese simple Tatsache im Konsens mit Brüssel ignorieren, wird die anfängliche EUphorie der Österreicher weiter schwinden."

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