ÖH: Der Studie zum Medizin-Einstiegstest müssen Konsequenzen folgen

Studie zeigt erneut die VerliererInnen des Hochschulsystems auf: Frauen und bildungsferne Schichten

Wien (OTS) - Die heute von Wissenschaftsminister Hahn und Bildungspsychologin Spiel präsentierte Studie über die Diskriminierung von Frauen beim Medizin-Einstiegstest beweist für die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) einmal mehr die Notwendigkeit des Handelns. "Die Studie zeigt erneut die wahren VerliererInnen des österreichischen Bildungssystems auf und zwar Frauen und Studierende, deren Eltern niedrige Schulbildung besitzen. Es muss klar sein, dass dieser Diskriminierung nun endlich durch Frauenförderung und bessere soziale Absicherung entgegengewirkt werden muss. Für ein ähnlich schlechtes Ergebnis beim kommenden Einstiegstest wäre Wissenschaftsminister Hahn im Falle eines weiteren Zuwartens persönlich verantwortlich zu machen.", betont Verena Czaby vom ÖH-Vorsitzteam.

"In Wien und Innsbruck waren etwa 57% der zum Medizintest angetretenen Personen Frauen, aber nur knappe 44% der Aufgenommenen weiblich. Das ist eine klare Handlungsaufforderung und wir fordern daher den Wissenschaftsminister auf, der heute präsentierten Maßnahme nachzukommen, Simulationen der Testsituationen durchzuführen und die Vorbereitung der Studierenden zu unterstützen, indem diese Coachings und einschlägige Fachliteratur interessierten MaturantInnen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.", so Lisa Schindler vom ÖH-Vorsitzteam.

Auch die anderen heute vorgestellten Maßnahmen bedürfen einer raschen Umsetzung erklärt Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam): "Wie heute von Wissenschaftsminister Hahn präsentiert sollte schnellstmöglich an der Adaption des Tests mit den TestentwicklerInnen gearbeitet werden, um eine Diskriminierung zukünftiger StudienanfängerInnen in Medizin zu verhindern. Die nächsten Aufnahmetests für das Medizinstudium stehen quasi schon vor der Tür, ein weiteres Zuwarten wäre also unverantwortlich für angehende Studierende. Außerdem ist eine grundlegende Reform des Schulsystems wichtig um dieser Benachteiligung langfristig entgegenzuwirken."

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