Brinek: Medizin-Test Analyse zeigt Handlungsbedarf an den Schulen

SPÖ-Frauen-Quotenvorschlag endgültig vom Tisch

Wien, 18. Dezember 2007 (ÖVP-PK) „Die Spiel-Studie gibt Auskunft über Geschlechter-Aspekte beim Medizinerzugang“, stellt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek fest. „Nach Veröffentlichung von wesentlichen Teilen der ‚Spiel’-Studie ist offenkundig, dass der ihn Wirklichkeit diskriminierende SPÖ-Vorschlag nach Einführung einer Frauen-Quote damit endgültig vom Tisch ist“, so Brinek weiter. Auch stehe der von Broukal geforderte Stopp des EMS-Tests keineswegs im Zusammenhang mit der heute vorgestellten Studie über die Gründe des unterschiedlichen Abschneidens von Frauen und Männern bei Medizintests. ****

„Bei der Studie wurde vielmehr offenkundig, dass Frauen und Männer geschlechtsspezifisch vorbereitet in die Aufnahmeverfahren für das Medizinstudium gehen“, so Brinek. In der Geschlechtersozialisation wird klar, dass sich Schülerinnen mädchentypisch verhalten. Das heißt, Mädchen sind tendenziell eher angepasst, kümmern sich um soziale Fragen und stellen sich nicht gern - so wie Buben - dem Wettbewerb. Mädchen bekommen ihre guten Noten im naturwissenschaftlichen Fächern vielfach aus anderen Gründen als Burschen. Laut Studien seien diese eher auf Wettbewerb, Konkurrenz und sich Durchsetzen eingestellt. Sie machen durch lauteres Verhalten im Unterricht auf sich aufmerksam. „Damit werden wesentliche Erkenntnisse aus der Frauenforschung erhärtet“, so Brinek. Massiver Handlungsbedarf besteht also bei Unterrichtsministerin Schmied, die ihrerseits rasch Maßnahmen in der Lehrerinnen Aus- und Weiterbildung, besonders an den Pädagogischen Hochschulen, anregen muss. „Minister Hahn wird seinerseits dafür sorgen, dass dies an den Universitäten stärker in den Fokus rückt und will mit den Rektoren über universitäre Lehrerbildung kooperieren, um gendergerechte Didaktik stärker anzubieten“, so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin.

Aus den von Spiel und Hahn heute präsentierten Ergebnissen lassen sich folgende notwendige Schritte ableiten:

  • Vorbereitung jener Maturantinnen dieses Schuljahres, die sich zu den Medizintests anmelden wollen
  • Schulische Simulation von Testsituationen
  • Nachdrücklicher Hinweis auf die sorgfältige Vorbereitung des Uni-Studiums, besonders der Medizin (dh. Information über Bücher mit mathematisch-naturwissenschaftlichen und medizinrelevanten Inhalt).
  • Schließlich sei das größte Augenmerk auf die Lehrerweiterbildung zu legen, die vorrangig an den Pädagogischen Hochschulen angeboten wird

Brinek regt darüber hinaus an, im Zuge der BMWF-Offensive „Sparkling Science“ jedenfalls all jene Projekte vorzureihen, die den Qualitätsnormen entsprechen und Mädchen verstärkt in Naturwissenschaft und Science einbeziehen

„Wir analysieren den Fairness-Charakter der Medizin-Tests und dazu muss man diese nicht abschaffen“, schließt Brinek.

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