Marek: Anstieg arbeitsuchender Menschen mit Behinderung statistischer Effekt

Sonderprogramm zur Eingliederung von behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt Auslöser des Effekts

Wien (BMWA-OTS) - Angesichts der heute von Diakonie-Direktor
Michael Chalupka festgestellten "erschreckenden" Arbeitslosenzahlen bei Behinderten hält Staatssekretärin Christine Marek fest: Der Anstieg an vorgemerkten Behinderten im November 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent sei vor allem auf einen statistischen Effekt zurückzuführen. Aufgrund des im Jahr 2006 gestarteten AMS-Sonderprogramms für Behinderte zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt wurden im Sinne der Betroffenen vorgemerkte Personen "mit Vermittlungshindernissen" vermehrt als "mit Behinderung" eingestuft, damit diese an dem Sonderprogramm teilnehmen konnten. Die AMS Richtlinien lassen hier einen Ermessensspielraum und damit einen weiteren Handlungsspielraum zu, so Marek.

Dies zeige sich auch in der Entwicklung der einzelnen Gruppen: So stieg die Zahl der Personen mit Behinderung nach AMS Definition im Vergleich zum November 2006 um 4,3% (+1.079) auf 26.080, die Anzahl der vorgemerkten, so genannten "begünstigten Behinderten" (nach Behinderteneinstellgesetz, Opferfürsorgegesetz und/oder Landesbehindertengesetz) hat sich hingegen mit +1,8% (+97 auf 5.355) nur wenig verändert.

Zur weiteren Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt von Personen mit Benachteiligungen nennt die Staatssekretärin die 2003 eingerichtete "integrative Berufsausbildung". Diese sei ein "absoluter Meilenstein", so Marek, und könne entweder als Lehrausbildung mit einer verlängerten Lehrzeit stattfinden oder den betreffenden Personen eine Teilqualifikation vermitteln. Derzeit stehen bereits über 3.000 Personen in einer integrativen Berufsausbildung, rund 70 Prozent davon in Betrieben. "Das besondere Engagement der Diakonie in diesem Bereich ist jedenfalls sehr begrüßenswert", so Marek abschließend.

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