Haidlmayr: Bundeseinheitliche sozialrechtliche Absicherung für Menschen in Bechäftigungstherapie dringend notwendig

Grüne unterstützen Forderung des Diakoniewerkes

Wien (OTS) - Ältere Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, deren Zahl stark im Anstiegen ist, können derzeit nicht in Pension gehen, obwohl sie in ihrem ganzen erwachsenen Leben gearbeitet haben. Die Grünen unterstützen daher die Forderung des Diakoniewerkes nach einer Einbeziehung aller Menschen mit Behinderung ins Pensionssystem. "Es geht nicht an, dass Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, im Alter auf Behindertenhilfe oder Sozialhilfe angewiesen sind, diese Art der Absicherung im Alter ist völlig unzureichend und noch dazu bundesländerweise unterschiedlich" so die Behindertensprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr, die auf einen diesbezüglichen Entschließungsantrag der Grünen verweist.

"Geschätzte 40.000 Menschen leben mit intellektueller Beeinträchtigung in Österreich. Davon arbeiten ca. 15.000 Menschen im sekundären Arbeitsmarkt, in der sogenannten "Beschäftigungstherapie". Hier gibt es den gleiche Ablauf wie am ersten Arbeitsmarkt. Es wird mit fixen Arbeitszeiten produziert, die dort tätigen Menschen mit intellektuellen Behinderungen erhalten dafür jedoch für ihre Arbeit keinen Lohn oder ein Gehalt, sondern nur ein Taschengeld, welches weit unter der Geringfügigkeitsgrenze liegt. Aus diesem Grund sind sie nicht eigenständige kranken-, pensions-, unfall- und arbeitslosenversichert.

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