Kultur - Schmied will Sonderdotierung für den österreichischen Film

Künstlersozialversicherung "nicht der ganz große Schritt, aber wesentliche Verbesserung der sozialen Situation"

Wien (SK) - In ihrer heutigen Pressekonferenz gab Kunst- und Kulturministerin Claudia Schmied auch einen Überblick über die kulturpolitischen Vorhaben für 2008. Ein Schwerpunkt: Verhandlungen mit Finanzminister Molterer über eine Sonderdotierung für den österreichischen Film, da aufgrund der Situation des ORF die Auftragslage für die Filmschaffenden sehr schlecht sei. Aufgrund eben der Finanzsituation des ORF wurde die Idee der Content-Abgabe gestrichen. Abschließen will Schmied weiters den Dialog über die Zukunft der Bundesmuseen, wobei hier schon im Zuge des Prozesses rasch Entscheidungen getroffen werden sollen. Außerdem kündigte Schmied die Gründung einer Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst an. ****

Die schon laufende Evaluierung der Galerien- und Messeförderung und des Musikfonds soll ebenfalls bis Sommer 2008 abgeschlossen werden und konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Weitere kulturpolitische Vorhaben für 2008: Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für Öffentliche Büchereien, neuer Schwerpunkt auf die Kulturvermittlung und die Erarbeitung eines Konzeptes für steuerliche Maßnahme bei Stiftungen und Sponsoring in der Steuerreform 2010. Die wichtigste personalpolitische Entscheidung wird 2008 die Bestellung der neuen Leitung für das Kunsthistorische Museum sein, wo derzeit gerade die Bewerbungsfrist läuft.

In ihrer Bilanz über die kunst- und kulturpolitische Arbeit des Ministeriums im ablaufenden Jahr hob Schmied vor allem die "erste zarte Erhöhung" des Kulturbudgets und die Künstlersozialversicherung hervor. Letztere - sie wird morgen im Ministerrat beschlossen - sei zwar "noch nicht der ganz große Schritt", aber eine wesentliche Verbesserung der sozialen Situation der KünstlerInnen. Ebenfalls in Schmieds Bilanz für 2007: Das Projekt "Kunst macht Schule", die Erhöhung der Basisabgeltung für die Bundestheater, die Steigerung des Budgets für Filmförderung um 33 Prozent im Doppelbudget, die Verdoppelung der Nachwuchsfilmförderung. Die Erhöhung des Budgets für Freie Gruppen und kleinere Initiativen um 15 Prozent und die Bestellung der Staatsopernleitung.

Politisches Ziel von Ministerin Schmied ist, "die gesamtgesellschaftliche Stellung von Kultur zu erhöhen". Im Mittelpunkt müsse "der wertschätzende Umgang mit den Kunstschaffenden" stehen. Die "kulturelle Partizipation" zu steigern und das "Sichtbarmachen der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Kultur" sind weitere Ziele. Die Optimierung von Abläufen und die Effizienzsteigerung bei der Fördervergabe seien "kein Widerspruch" zu bestmöglicher künstlerischer Entfaltung. (Schluss) ah

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