Kukacka: Haberzettl hat recht: SPÖ-Verkehrsminister tragen Verantwortung für fehlende ÖBB-Investitionen

ÖVP-Verkehrssprecher: Bahn hat Nachholbedarf bei Kundenorientierung

Wien (ÖVP-PK) - ÖBB-Gewerkschaftsboss Haberzettl habe durchaus recht mit seiner Kritik, dass in der Vergangenheit zu wenig in die Bahn investiert worden sei, und er bereits 1998 - zwei Jahre vor der ÖVP/FPÖ Regierung - darauf hingewiesen habe. Seine Äußerungen seien deshalb eine herbe aber gerechtfertigte Kritik an den SPÖ-Verkehrsministern seit 1945, denn in den 70er und 80er Jahren sei weder in den Ausbau neuer Strecken, noch ausreichend in das rollende Material investiert worden, stellte ÖVP-Verkehrs- und Infrastruktursprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Dienstag, klar. ****

Wie Kukacka betonte, sei es erst nach der Regierungsbeteiligung der ÖVP in der großen Koalition zur Gründung der HL AG (Bahn-Hochleistungsstrecken-Aktiengesellschaft) und der Schieneninfrastrukturfinanzierungsgesellschaft gekommen, Damit habe eine erste Etappe des Ausbaus neuer Schienenwege begonnen (z. B. viergleisiger Ausbau der Westbahn, Unterinntal, etc.).

Mit der Bildung der Schüssel-Regierung ab 2000 sei mehr in die Bahn-Infrastruktur investiert worden als je zuvor: Während sich unter einem SPÖ-Finanz- und Verkehrsminister die Investitionen 1999 auf rund eine Milliarde Euro beliefen, investierte 2006 die Regierung Schüssel die Rekordsumme von 1,3 Milliarden Euro in die Schiene. Darüber hinaus wurde die Bahnhofsoffensive konsequent umgesetzt (Bahnhof Linz, Wels, St. Pölten, Bahnhof-Neubau Wien, etc.). Alle Verkehrsprojekte, die Verkehrsminister Faymann bisher eröffnen bzw. bei denen er diverse Spatenstiche vornehmen konnte, sind in dieser Zeit beschlossen worden, erinnerte der ÖVP-Verkehrssprecher.

Außerdem hat neben der Umsetzung der Bahnreform auch eine Qualitätsoffensive der ÖBB bei den Fahrzeugen begonnen. Diese Offensive umfasst bisher die Bestellung von 231 Talent- und Desiro-Triebfahrzeuge für den Nahverkehr, die Modernisierung von etwa 700 Reisezugwagen für den Fernverkehr, sowie die Beschaffung von 23 Railjet-Zügen bis 2008 und weiteren 44 Zügen bis 2012. Bedauerlicherweise haben die bereits eingeleiteten Investitions- und Bestellungsvorgänge bei der Bahn eine erhebliche Vorlaufzeit, sodass die bereits getätigten Bestellungen und Investitionen erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang für den Kunden spürbar sein werden, erklärte Kukacka.

Wer aber einer angeblichen Sparpolitik der letzten sechs Jahre als Ursache von heutigen Fehlbeständen beim rollenden Material die Schuld gebe - so wie Haberzettl - der versuche nur, die Verantwortung dafür von den früheren SPÖ-Verkehrs- und Finanzministern abzuschieben, statt die politische Verantwortung dafür selbst zu übernehmen, stellte Kukacka klar.

"Nachholbedarf gibt es bei der Bahn offenbar aber bei der Kundenorientierung. In Zukunft muss der Kundennutzen absolut im Vordergrund stehen", forderte Kukacka vom Management der ÖBB-Personenverkehrs AG. "Der Kunde darf auch bei Platzmangel nicht als Störfaktor für den ordnungsgemäßen Bahnbetrieb gesehen werden! Das Bahn-Management hat deshalb rechtzeitig dafür zu sorgen, dass ausreichend Platz in den Zügen vorhanden ist und Bahnkunden nicht die Züge wieder verlassen müssen." Die Zugbegleiter leisten gute und schwierige Arbeit, er erwarte sich aber mehr Sensibilität und bessere Management-Qualitäten jener Verantwortlichen, die für die Dimensionierung der Züge und die Bereitstellung des Wagenmaterials verantwortlich sind, schloss Kukacka.
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