Weinzinger: Wirkliches Gender Budgeting lässt noch auf sich warten

Nur Teilbereiche des Budgets 2009 werden gegendert

Wien (OTS) - "Eine gesetzliche Verankerung des Gender Budgeting
ist sehr zu begrüßen. Es stellt sich allerdings die Frage, warum die Umsetzung so lange dauert. Beim nächsten Budget für das Jahr 2009 wird wieder nur ein Teilbereich des Budgets gegendert", kritisiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Nur wenn das gesamte Budget auf seine Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern überprüft wird, ist das Ergebnis auch tatsächlich aussagekräftig.

"Es ist sehr erfreulich, dass zumindest für die Zukunft ein ernsthafterer Umgang bei der Umsetzung des Gender Budgeting geplant ist. Was sich bisher in den Budgetheften unter dem Namen Gender Budgeting fand, war einfach nur peinlich", so Weinzinger. Im letzten Budget fanden sich zum Beispiel Aussagen wie jene, dass die Sicherheitsausgaben für alle Menschen im Lande getätigt werden. Da die Bevölkerung zu 51 Prozent weiblich sei, würden die Ausgaben den Frauen also in einem erhöhtem Ausmaß zu Gute kommen. Das Sozialministerium führte gar die Behindertenmilliarde als frauenfördernde Maßnahme an. "Wirkliches Gender Budgeting sieht allerdings anders aus. Es geht darum, dass die Ressourcen zwischen Frauen und Männern fair aufgeteilt werden", so Weinzinger.

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