Moser: Faymann-Untätigkeit bei ÖBB-Chaos für Bahnkunden unzumutbar

Grüne: Winterschlaf ist keine Antwort auf Stehplätze oder Rausschmiss für PendlerInnen

Wien (OTS) - "Die derzeitige Methode der ÖBB, Kunden mit Stehplätzen und Massen-Rausschmiss zu vergraulen, ist völlig inakzeptabel. Ob Westbahn, Südbahn oder Ungarn-Verkehr - offenbar haben Bahnspitze und Regierung das kleine Eisenbahn-Einmaleins nicht mehr im Griff. Dass Verkehrminister wie Werner Faymann in dieser Situation aber die womöglich beeinträchtigte Stimmung rund um den überzahlten Güterverkehrs-Deal mit Ungarn bejammert, statt dem Zugs-Chaos schleunigst ein Ende zu machen, ist armselig. Einem SPÖ-Verkehrspolitiker sind Tausende PendlerInnen weniger wichtig als dass der Privatisierungsaufputz beim ÖBB-Güterverkehr ja nicht gestört wird - weit haben wir's gebracht!", kritisiert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.

"Die ÖBB-Stammkunden, die im Gegensatz zum Minister nicht nur Lippenbekenntnisse zur Bahn abgeben, sondern diese täglich benützen, warten vergeblich auf klare Maßnahmen. Aber Verkehrsminister Faymann befindet sich offenbar im Winterschlaf und hält an der aus Wiener Immobilien-Seilschafts-Zeiten rührenden und von nützlichen Inseratengeschäften flankierten engen Bindung an ÖBB-Chef Huber fest", so Moser. Offenbar geht bei den ÖBB nach den großzügigen Umfärbungs- und Aufstockungsaktivitäten der derzeitigen politischen Verantwortlichen weniger denn je. Umso peinlicher, wenn sich die ÖBB-Holding dennoch am Ende jeder Presseaussendung penetrant als strategisches Zentrum der Verkehrswelt inszenieren will, und wenn dem Verkehrsminister als Eigentümervertreter der Republik das alles offenbar egal ist.
"Es handelt sich um krasse Fehler, wenn zuerst Wagen verschrottet, dann beim verbleibenden Fuhrpark Reparaturen und Revisionen vorgezogen werden, und die Fahrgäste dann auf der Strecke bleiben. Ebenso war es wohl ein wenig zu einfach gedacht, über diese Missstände mit dem schnellen Ankauf gebrauchter Züge aus Deutschland hinwegtäuschen zu wollen, von denen von Anfang an klar war, dass sie viel zu wenige Sitzplätze bieten. Bei all diesen Fehlern fragt sich aber, wo die Aufsicht und Kontrolle durch den Verkehrsminister bleibt. Faymann muss endlich aufwachen und sich entscheiden, wie lange er einem offenbar überforderten Team in den ÖBB - und da geht es beileibe nicht nur um ehemalige FPÖ- oder BZÖ-Vertreter - noch die Stange halten will. Das ist das Mindeste, das sich die ÖBB-Kunden verdienen", so Moser.

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