Bohuslav: Dem Lehrberuf neue Perspektive geben

"Lehre mit Matura" startet am 1. Jänner 2008

St. Pölten (NÖI) - Die NÖ Landesregierung hat heute über Antrag von Landesrätin Petra Bohuslav das Fördermodell "Lehre mit Matura" beschlossen. "Damit wird es in NÖ für Lehrlinge möglich sein, gleichzeitig zu ihrer Lehrausbildung die Berufsreifeprüfung zu erlangen. Eine Möglichkeit, die junge Menschen bereits bei ihrer Berufswahl mitbedenken sollten, weil ihnen damit alle beruflichen Perspektiven bis zum Universitätszugang offen stehen", erörtert die zuständige VP-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Darüber hinaus wird das Fördermodell auch für Menschen, die bereits in Lehrausbildung stehen oder sie bereits seit längerer Zeit abgeschlossen haben, gelten. "Durch die Förderung des Landes mit bis zu 4.000 Euro werde diese Ausbildung kostenlos sein", so Bohuslav. "Mit der neuen Ausbildungsschiene werde auch dem drohenden Facharbeitermangel gegengesteuert. Das Land stellt für "Lehre mit Matura" im Rahmen der NÖ Bildungsförderung 300.000 Euro bereit."

Nach wie vor entscheiden sich immer mehr junge Menschen für eine höhere Schule. Dieser Trend hielt auch 2007 mit einem plus von 2 % an. Damit gehen der Lehr- und Facharbeiterausbildung viele begabte und tüchtige Kräfte verloren. Die Lehre ist nach wie vor für viele Jugendliche, insbesondere deren Eltern, die letzte Alternative für einen Berufseinstieg. Deshalb soll "Lehre mit Matura" dem Lehrberuf eine neue Perspektive geben. Es soll eine sinnvolle Kombination von Facharbeiterausbildung in Kombination mit einer Reifeprüfung sein. Schließlich sei der Lehrling von heute, der Facharbeiter von morgen, argumentiert Bohuslav.

Ab 1. Jänner gibt es die Möglichkeiten, die Berufsreifeprüfung neben der Lehrausbildung zu absolvieren oder im sog. Firmenmodell am Betriebsstandort (z.B. Fa. SPAR in Laa/Th.) begleitende Kurse zu belegen. Für die Berufsreifeprüfung aller 3 bis 4-jährigen Lehrberufe sind dies einzelne Module in Deutsch, Mathematik, Englisch und einem Fachbereich wie z.B. Betriebswirtschaft oder Bautechnik.

Für die Arbeitsplatzsicherheit ist Bildung zum wichtigsten Faktor geworden. Wer lediglich Pflichtschulabschluss hat, ist 3 x höher gefährdet arbeitslos zu werden, als Menschen mit Lehre oder höherer Schule. Im wirtschaftlichen Wettbewerb unseres Landes wird viel davon abhängen, wie sehr wir es schaffen, hoch qualifizierte Fachkräfte auszubilden, die die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in konkurrenzfähige Produkte umsetzen. Deshalb geben wir in NÖ auch den einzigartigen Anreiz und übernehmen die gesamten Kurskosten von max. 4.000 Euro, so Bohuslav. "Auch gute Schüler sollten sich wieder vermehrt für die Lehre entscheiden und könnten damit im gesellschaftlichen Status mit den Maturanten gleichziehen", so Bohuslav.

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