Resolution gegen Postamtsschließungen in Kärnten beschlossen

BM Faymann wird aufgefordert, Arbeitsplätze nicht zu gefährden

Klagenfurt (LPD) - Auf Initiative von LHStv. Gerhard Dörfler wurde heute, Dienstag, eine Resolution gegen die geplanten Schließungen von Postämtern eingebracht und vom Regierungskollegium einstimmig beschlossen.

Wie aus Medienberichten bekannt wurde, sei Österreichweit eine umfangreiche Schließungswelle geplant. In Kärnten seien rund 55 Postämter betroffen und damit verbunden fast 200 Arbeitsplätze.

"Ich fordere BM Werner Faymann auf, diesen Plänen der Post eine klare Absage zu erteilen. Es kann nicht sein, dass der ländliche Raum ausgedünnt wird", so Dörfler.

Die Resolution im Wortlaut:

Resolution des Kollegiums der Kärntner Landesregierung zur Aufrechterhaltung der Kärntner Postämter

Bereits am 20.7. und am 17.8. 2007 hat das Kollegium der Kärntner Landesregierung gegen die Schließungen von Postämtern und Postverteilerzentren in Kärnten protestiert und eine entsprechende Resolution beschlossen.

In der Zwischenzeit wurden jedoch Postämter in Sirnitz, Deutsch-Griffen und Himmelberg geschlossen. Nun ist laut Medienberichten eine weitere Schließungswelle der Österreichischen Post AG in ganz Österreich geplant. In Kärnten sollen insgesamt rd. 55 Postämter betroffen sein und bis 2010 zugesperrt werden. Laut Aussagen der Kärntner Post-Personalvertung ist damit der Abbau von rd. 180 Arbeitsplätzen betroffen und sollen nur Standorte in Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohner bestehen bleiben.

Betroffen von Postämterschließungen sind beispielsweise:

Winklern 1137 Einwohner Dellach, 1778 Einwohner Steinfeld 2291 Einwohner

Bad Bleiberg 2752 Einwohner
Metnitz 2466 Einwohner
Krumpendorf 2847 Einwohner
Feistritz/Ros. 2719 Einwohner
Lavamünd 3548 Einwohner

Postämter sind wichtige und zentrale Anlaufstellen in ländlichen Gemeinden. Die Standorte und die damit verbundenen Arbeitsplätze dienen zur Stärkung des ländlichen Raumes. Der Abbau von Arbeitsplätzen bedeutet eine massive Bedrohung für die Bevölkerung und deren Existenzsicherung und somit eine Schwächung im ländlichen Raum. Durch Abwanderung und Verlegung von Arbeitsplätzen in Zentren entstehen finanzielle Belastungen für die Familien und geschwächt und die Umwelt durch erhöhtes Pendleraufkommen belastet wird.

Das Kollegium der Kärntner Landesregierung richtet daher die dringende Forderung an die Verantwortlichen der Österreichischen Post AG sowie an die Bundesregierung bzw. den zuständigen Bundesminister Werner Faymann, Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsplätze zu erhalten und die Schließung von Postämtern in Kärnten zu verhindern. (Schluss)

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