Jugendrotkreuz schnürt Maßnahmenpaket für Jugend unter Druck

Enquete mit Experten am 7. Februar in der Wiener Urania

Wien (Jugendrotkreuz) - -Anfang Oktober veröffentlichte das Jugendrotkreuz eine Expertenstudie zum Thema "Druck". 75 Prozent der Schüler empfinden den stärksten Druck in der Schule, 73 Prozent gaben an, sich den Erwartungen der Eltern nicht gewachsen zu fühlen und 71 Prozent denken, dass Aussehen in Zukunft wichtiger sein wird als der Charakter.

"Jüngsten Meldungen zufolge leidet jedes dritte Mädchen an Magersucht oder einer Ess-Brech-Sucht. Nachrichten wie diese zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Die Maßnahmen, die wir nun setzen, sollen über die Jugendrotkreuz-Referenten, die an allen österreichischen Schulen aktiv sind, möglichst alle Schüler erreichen", so Karl Zarhuber, Generalsekretär des Österreichischen Jugendrotkreuzes (ÖJRK).

Das Maßnahmenpaket sieht im konkreten folgendes vor:
- "Come in Contract": Schulgemeinschaften, also Schüler, Eltern und Lehrer sollen gemeinsam "Entlastungsverträge" schließen und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Möglich ist hier zum Beispiel eine Vereinbarung zwischen Schülern und Schulleitung, dass jugendliche Mediatoren ausgebildet werden und von der Schule die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
- "Zeitgutscheine": Das ÖJRK stellt den Schülern Gutscheine zur Verfügung, die die Schüler bei ihren Eltern gegen Gesprächszeit einlösen können.
- "Druckbarometer": Jede Schulklasse bekommt eine Anleitung, um ein Barometer für die Klasse zu entwerfen, anhand dem der momentan empfundene Druck gemeinschaftlich visualisiert wird. Lehrer erhalten Impulse, wie sie mit Gesprächen und Diskussionen darauf eingehen können.
- "Entlastungskonferenz": Das ÖJRK stellt Schulen ein Seminarmodell für eine interne pädagogische Konferenz zur Verfügung.

"Wir müssen "Druck" zu einem Thema machen, über das man offen spricht. Es ist unsere Pflicht, den Kindern und Jugendlichen wahre Werte wie Toleranz, Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit und Verantwortung zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen ihre individuellen Stärken zu erkennen. Kinder und Jugendliche, die ein gesundes Selbstvertrauen haben, sind leistungsfähiger. Das ist der Weg, den wir einschlagen müssen", erklärt Zarhuber.

Bei der Enquete am 7. Februar in der Wiener Urania werden Experten für Gesundheit, Jugendarbeit und Schulen sowie betroffene Jugendliche und Elternvertreter in einer Podiumsdiskussion langfristige Maßnahmen und Forderungen an Politik und Gesellschaft entwerfen und diskutieren.

Zeit: 7. Februar 2008, 9.00-13.00 Uhr
Ort: Urania (Dachgeschoss), Uraniastr. 1, 1010 Wien

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