Ramharter: Krankenkassenpleite - Jetzt sollten Profis zum Einsatz kommen!

Nachdem die Selbstverwaltung endgültig gescheitert ist, sollte nun ein wirtschaftlich orientiertes System Platz finden

Wien (OTS) - Fachliste: "Das System der Selbstverwaltung bei den Krankenkassen ist ja nun endgültig gescheitert", stellt Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, zu den Meldungen zur Zahlungsunfähigkeit einiger Kassen fest. Und weiter, "Wobei die handelnden Personen bei den vorgelegten Konzepten zur Weiterführung nur dem Floriani-Prinzip huldigen. Es soll überall gespart werden, nur nicht im eigenen Umfeld"!

Obwohl knapp 60% der Beiträge von den Unternehmern bezahlt werden müssen, finden die Unternehmer in der Selbstverwaltung nicht die den Zahlungen entsprechende Vertretung. Ganz im Gegenteil hat man oft den Eindruck, daß bei den Krankenkassen Selbstverwaltung mit Selbstherrlichkeit verwechselt wird. Eine professionelle Führung, die sich an Grundsätzen wie Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit orientiert, wäre ein Gebot der Stunde. Daß dabei die Arbeitnehmervertreter nicht mehr zum Zug kommen können, ebenso.

"Schließlich hat die jetzige Führung der WGKK bewiesen, daß man auch als selbstverwaltete Kasse zahlungsunfähig werden kann. Der ständige Hinweis darauf, daß die Pleite vorhersehbar gewesen sei, macht alles eigentlich noch schlimmer", so Ramharter weiter. "Denn das bedeutet ja nur, daß die derzeitige Führung der Krankenkasse das vorhersehbare Debakel zur Kenntnis genommen und nicht bzw. falsch reagiert hat. Eine Führung, die aus Profis besteht, sollte zumindest die selbe Chance bekommen, wie die Selbstverwaltung. Das wäre tatsächlich fair und könnte Modellcharakter haben", schloß Ramharter. Schluß(gr)

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