Leopold Museum 2008: Albin Egger-Lienz, Neupräsentation: "Wien um 1900" und Retrospektive Christian Schad

Moderne Kunst der Färöer-Inseln, Leopold Hauer, Ernestine Rotter-Peters und Eva Nagy ergänzen das Programm

Wien (OTS) - Prof. Dr. Rudolf Leopold und Mag. Peter Weinhäupl präsentieren das ehrgeizige Ausstellungsprogramm des Leopold Museums für 2008:

Start mit Albin Egger-Lienz

Die größte je gezeigte Albin Egger-Lienz-Schau bildet im Leopold Museum den Auftakt zum Ausstellungsjahr 2008, dem 7. Bestandsjahr des Hauses. 180 Werke zeigen ab 15. Februar Albin Egger-Lienz (1868-1926) im Spannungsfeld der Moderne. Zum 140. Geburtstag des Künstlers werden - kuratiert von Prof. Dr. Rudolf Leopold und Dr. Gert Amman - alle großen Themen des Künstlers vorgestellt. Landschaften und Motive, die vom Schicksal der Menschheit, von Leben, Krieg und Tod berichten. Und - sehr oft missverstanden -: die berühmten Darstellungen des bäuerlichen Lebens. Prof. Rudolf Leopold verweist auf die richtungsweisende Feststellung des Künstlers: "Ich male keine Bauern, ich male Formen". So interessierte Egger Lienz besonders die Analyse der Form der ausgewählten Motive. Erstmals werden dabei auch Meisterwerke von Hodler, Van Gogh und Rodin dem Werk Eggers gegenübergestellt.

Wiederentdeckung zweier wichtiger österreichischer Malerinen:

Ernestine Rotter-Peters und Eva Nagy (ab 29.2.)

Ernestine Rotter-Peters (1899-1984) kannte Egon Schiele persönlich. Ihr Frühwerk steht in dessen Nachfolge. Neben expressionistischen Einflüssen sind es Ideen von Klimt, Breughel oder Chagall, die als Inspiration dienten. Das Leben der in Siebenbürgen geborenen Eva Nagy (1921-2003) war von Flucht geprägt. In den 40er Jahren flüchtete Nagy von Siebenbürgen nach Ungarn und 1957 nach Österreich, das Ihr zur zweiten Heimat wurde. Eva Nagy studierte bei Albert Paris-Gütersloh an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Ihr malerisches Werk steht zwischen Expressionismus und Abstraktion.

Fußball EM mit Kunst der Färöer-Inseln

Einen ungewöhnlichen Beitrag zur Fußball-Europameisterschaft bietet das Leopold Museum ab 16. Mai. Die "Moderne Kunst der Färöer Inseln" zeigt, dass der kleine im Nordatlantik gelegene Inselstaat mehr zu bieten hat als nur ein schlagkräftiges Fußballteam. 1990 hatte die Mannschaft der Färöer Österreich in der WM-Qualifikation 1:0 besiegt und auch in der kommenden WM-Qualifikation zählen die Färöer zu unseren Gegnern. Wichtige Themen der modernen und zeitgenössischen Kunst der Färöer sind Mensch und Natur. Die bizarre Landschaft und die extremen Lichtverhältnisse beeinflussen das Leben der rund 50.000 Bewohner des Eilands ebenso wie das Kunstschaffen der Färöer Inseln. 80 zwischen 1940 und 2007 entstandene Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien und Installationen eröffnen einen selbstironischen und poetischen Blick auf ein faszinierendes Leben "am Rand der Welt".

Neupräsentation "Wien um 1900"

Der Sommer 2008 steht ganz im Zeichen der Neuaufstellung der bedeutenden Jugendstilsammlung des Leopold Museums. "Wien um 1900. Vom Jugendstil zum Expressionismus" gibt einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge des österreichischen Kunstschaffens von Gustav Klimt über die Produktion der Wiener Werkstätte (Kolo Moser, Josef Hoffmann) bis zum Expressiven Kolorismus von Herbert Boeckl und Anton Kolig.

Erstmals präsentiert das Leopold Museum dabei auch Forschungsergebnisse des im Museum eingerichteten Egon Schiele -Autographenarchivs mit bedeutenden bisher unveröffentlichten Briefen und Gedichten Egon Schieles.

Christian Schad im Herbst

Die große Herbstausstellung widmet das Leopold Museum "Christian Schad" (1894-1982). Die Retrospektive über den Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit in Deutschland zeigt neben den bekannten Arbeiten der späten 20er und 30er Jahre auch das von Kubismus und Dadaismus beeinflusste Frühwerk und die abstrahierenden Tendenzen des Schaffens der 50er Jahre. Das grafische Oeuvre und die Experimente des Künstlers, der sich unterschiedlichster Techniken bediente, zeigen eine einzigartige, universelle Künstlerpersönlichkeit.

Leopold Hauer

Eine Ausstellung zum Oeuvre von "Leopold Hauer" (1896-1984) zeigt das Leopold Museum ebenfalls im Herbst. Der aus Wien stammende Maler und Filmschaffende Leopold Hauer hatte 1914, im Alter von 18 Jahren, das berühmte Wiener Lokal "Griechenbeisl" von seinem Vater Franz Hauer übernommen. Franz Hauer, der einer der bedeutendsten Wiener Kunstsammler seiner Zeit war, stand in Kontakt mit Künstlerpersönlichkeiten wie Albin Egger-Lienz, Egon Schiele oder Oskar Kokoschka. Leopold Hauer, Vater der bekannten Malerin Christa Hauer-Fruhmann studierte an der Wiener Akademie bei Josef Jungwirth und Karl Sterrer, war Mitglied des Künstlerhauses in Wien. Die Themen Hauers sind Landschaft, Architektur und Stillleben.

ZWISCHEN DEN KRIEGEN VERLÄNGERT

Verlängert bis 3. März 2008 wird die erfolgreiche Ausstellung "Zwischen den Kriegen. Österreichische Künstler 1918-1938". "Grund, Mucha, Capek,... Tschechische Malerei aus der Sammlung
Kooperativa" wird noch bis 4. Februar 2008 im Leopold Museum gezeigt. Bis Mitte Jänner 2008 ist die Fotoausstellung "Christoph Lingg. Stillgelegt. Industrieruinen im Osten" zu sehen.

Zwischen den Kriegen
Österreichische Künstler 1918-1938
bis 3. März 2008

Grund, Mucha, Capek, ...
Tschechische Malerei aus der Sammlung Kooperativa
bis 4. Februar 2008

Christoph Lingg. STILLGELEGT
Industrieruinen im Osten
bis Mitte Jänner 2008

Albin Egger-Lienz
(1868-1926)
15. Februar bis 29. Mai 2008

Ernestine Rotter-Peters und Eva Nagy
Zwei Wiener Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts
29. Februar bis Anfang Mai 2008

Moderne Kunst der Färöer Inseln
Mensch und Natur
16. Mai bis 7. September 2008

Wien um 1900
Vom Jugendstil zum Expressionismus
Neupräsentation der Sammlung Leopold
Sommer 2008

Christian Schad
Retrospektive
26. September 2008 bis 6. Jänner 2009

Leopold Hauer
(1896-1984)
Herbst 2008

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