SP-Haider: Post - 1700 MitarbeiterInnen werden rausgeworfen, 40 % mehr Dividende für Aktionäre

Nichts Neues bei börsenotierten Unternehmen - knapp vor Weihnachten wird nach Managementfehlern massiver Personalabbau angekündigt

Linz (OTS) - Die Kündigung von 1.700 MitarbeiterInnen bei der Post stößt in OÖ auf heftigen Protest.
"Es ist unerträglich, was sich derzeit bei der Österreichischen Post abspielt. Da werden zuerst wegen Managementfehlern Großaufträge verspielt und dann der Belegschaft knapp vor Weihnachten ein Personalkürzungspaket hingeknallt. In der selben Phase wird für die Aktionären am 13. November eine Dividendenerhöhung für das Geschäftsjahr 2007 um 40 % angekündigt. Da sieht man einmal mehr, wie die Dinge in börsenotierten und teilprivatisierten Unternehmen laufen", kritisiert Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, die Verhältnisse bei der Post.

Von 2004 bis 2006 habe die Post laut ihren Angaben die Dividende pro Aktie um 75 % erhöht. Für 2007 solle nun eine weitere Steigerung um 40 % erfolgen. Der nun angekündigte Radikalschnitt bei der Belegschaft müsse daher auch in diesem Zusammenhang gesehen werden. Und dann werde die Belegschaft und die Öffentlichkeit auch noch über die Details der Personalkürzungen und Schließungen im Unklaren gelassen, ergänzte Haider.

"Diese Fehlentwicklungen zu Lasten der Belegschaft bei der Post befürchte ich auch bei einem Börsegang der Energie AG OÖ. Auch dort wird die Anlegerpflege und die Gewinnmaximierung auf Kosten der Belegschaft, des Strompreises und der Versorgungssicherheit gehen. Dort wo es im öffentliche Versorgungsaufträge geht ist die Börse mit Sicherheit der falsche Platz", ist sich Erich Haider sicher.

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