Grüne Wien: Neue Gewista-Flächen gefährden Meinungsfreiheit im öffentlichen Raum

Schreuder: "Plakat-Monopol muss fallen"

Wien (OTS) - Ab dem 1. Jänner 2008 werden Plakate nicht mehr an Lichtmasten oder ähnlichen Einrichtungen affichiert werden, sondern nur noch an 21.000 neuen, von der Gewista-Tochter "Kultur:Plakat" montierten so genannten Halbschalen. Die Gewista kündigt an, illegale Plakate aus der Stadt zu entfernen. Grün-Gemeinderat Marco Schreuder:
"Das bedeutet einen Ausbau des Gewista-Monopols und das Ende der freien Plakatierer in Wien. Die freie Meinungs-äußerung wird damit drastisch eingeschränkt, weil sich viele Kulturinitiativen die Mieten für die Gewista-Halbschalen nicht leisten können".

Für besonders bedenklich hält Schreuder das Gewista-Monopol und die Vernetzung mit der SPÖ: Die A.W.H.-Beteiligungsgesellschaft, deren Eigentümer nach eigenen Angaben die SPÖ ist, ist direkt an der Gewista beteiligt.

Schreuder: "Die freie Meinungsäußerung und der öffentliche Raum ist eine wichtiges öffentliches Gut und darf nicht monopolisiert werden". Im heutigen Pressegepräch forderten sowohl Schreuder als auch Freiplakatierer Peter Fuchs und IG-Kultur-Wien-Vorsitzender Thomas Jelinek einen runden Tisch der Stadt Wien, um sowohl freien Wettbewerb als auch Freiflächen für Kultur- und Sozialinitiativen zu gewährleisten.

Die Grünen Wien, die freien Plakatierer und die IG Kultur fordern mehr freie Plakatflächen für Wien. Bisher wurden von den Freiplakatierern etwa 900.000 Plakate in Wien afffichiert. "Das ist nun nicht mehr möglich und bedeutet einen Verlust an Arbeitsplätzen, Druckaufträgen und öffentlichem Raum", so Schreuder abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002