Anzeigepflicht: GROSZ: Kinder- und Jugendanwälte sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst!

Wien (OTS) - "Vollkommen unerklärlich" ist für BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz die ablehnende Haltung der Kinder- und Jugendanwaltschaft zur Anzeigepflicht bei Gewalt an Kindern. "Tatsache ist, dass es eine jährliche Dunkelziffer von 10.000 Kindesmissbrauchsfällen gibt, aber nur 500 Anzeigen. Wir müssen daher alles unternehmen, damit Fälle von Gewalt an Kindern ans Tageslicht kommen und nicht unterdrückt werden. Bei einer Anzeige- und Untersuchungspflicht könnte der kleine Luca vielleicht heuer noch Weihnachten feiern", so Grosz zu den Kinder- und Jugendanwälten.

Hinschauen und nicht wegschauen müsse die Devise lauten, so Grosz. "Gerade die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat eine besondere Verantwortung, wenn es um den Schutz unserer Kinder vor Gewalt geht. Offenbar sind sich die Kinder- und Jugendanwälte dieser Verantwortung nicht bewusst. Es muss nämlich der Opferschutz und nicht der Täterschutz im Vordergrund stehen."

Der BZÖ-Generalsekretär zeigte sich erfreut über die Unterstützung des Ärztekammerpräsidenten Dorner für die BZÖ-Forderung nach einer Untersuchungspflicht von Kindern. "Alle Kinder sollen vierteljährlich von einem Arzt verpflichtend untersucht werden, um eine mögliche Gewalttat an einem Kind vorzeitig zu erkennen. Wenn ein Erziehungsberechtigter nicht einmal im Quartal mit seinem Kind zum Arzt geht, muss es Sanktionen geben und die Behörden informiert werden", so Grosz abschließend. (Schluss)

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