Mölzer: Slowenien braucht mehr Sensibilität in Sachen nationaler Symbolik

Slowenien will Kärntner Fürstenstein auf Dokumenten des Premiers abbilden - wie würde Laibach reagieren, wenn das Rathaus von Marburg steirische Dokumente ziert?

Wien (OTS) - Ob Laibach mit der Verwendung des Kärntner Fürstensteins auf offiziellen Dokumenten des slowenischen Ministerpräsidenten den Beziehungen zu Österreich einen guten Dienst erweist, sei zu bezweifeln, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zu einem diesbezüglichen Bericht des slowenischen Fernsehens. "Offenbar versucht die Republik Slowenien, mit ständigen Provokationen gegenüber dem nördlichen Nachbarn wie der Abbildung des Kärntner Fürstensteins auf der slowenischen Zwei-Cent-Münze politisches Selbstbewußtsein zu tanken", vermutete Mölzer.

In diesem Zusammenhang fragte sich der freiheitliche Kärntner EU-Mandatar, wie Laibach wohl reagieren würde, wenn beispielsweise die steirische Landesregierung das Rathaus von Marburg in der Untersteiermark auf ihren Dokumenten abbildete. "Die Folge wäre ein hysterischer Aufschrei. Und das, obwohl Marburg bis zur Vertreibung der Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine deutsche Stadt war. Ebenso ist daran zu erinnern, daß die slowenische Hauptstadt bis 1918 einen deutschen Bürgermeister hatte", betonte Mölzer.

Weiters rät Mölzer Slowenien, sein Verhältnis zur Geschichte zu korrigieren. Dazu gehöre die Anerkennung der deutschen Restminderheit genauso wie die Verwendung der deutschen Namen von slowenischen Orten. Insgesamt könne sich die Republik Slowenien ein Beispiel an Österreich und Kärnten nehmen, wo die slowenische Minderheit zu den am besten geschützten Minderheiten in Europa zähle, schloß Mölzer.

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