FORMAT: ÖBB-Verlusttransaktionen von Tojner-Firma gemanagt

Montana Capital Financial Services sanierte das Portfolio

Wien (OTS) - Deusche-Bank-Manager Jürgen Fitschen war zwar kurzfristig
zur ÖBB-Aufsichtsratssitzung am Dienstag angereist, um die komplexen Finanzgeschäfte zu erklären, die die Deutsche Bank mit den ÖBB im Jahr 2005
gemacht hatte. Doch die Transaktion managt schon lange eine andere Firma:
Die Montana Capital Financial Services AG mit Sitz in Wien, die im Einflussbereich des Investors Michael Tojner steht. Das berichtet das Magazin "FORMAT" in seiner aktuellen Ausgabe.

Unter dem Namen "Summit" (Gipfel) verwaltet Montana das Portfolio von Collateralized Debt Obligations (CDOS) und Asset Backet Securities (ABS).
Man habe das Management um Sommer 2006 übernommen, heißt es im Lagebericht
des Unternehmens. Damals sei die Transaktion "aufgrund des aggressiven
Ausgangsportfolios und der gewählten statischen Struktur von Performance-Verschlechterungen betroffen" gewesen. Das erklärt die Verluste
von 21,3 Millionen Euro, die schon im Jahr 2006, noch vor der Kreditkrise,
entstanden sind. Wegen der Verluste habe Montana "Maßnahmen zur Stabilisierung" ergriffen. Am Mehrwert partizipiere man bei der Auszahlung
am Ende der Laufzeit mit.

2005 hatten die ÖBB mit der Deutschen Bank einen Portfolio Credit Default
Swap mit einem Volumen von 612,9 Millionen Euro abgeschlossen. Die mit
diesem Swap eingetauschten Risiken brachten den ÖBB bis dato mindestens 80
Millionen Euro Verlust - bei einer eingenommenen Prämie für die gesamte
Laufzeit von 23,9 Millionen Euro. Ein externer Prüfer soll das Geschäft
jetzt unter die Lupe nehmen.

Rückfragehinweis:

Format Chefredaktion Mag. Waltraud Kaserer Tel.: (01) 217 55/4128 *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMT0002