Sozialistische Jugend fordert Reverstaatlichung der Post

Arbeitsplatzvernichtung durch den Post-Vorstand ist die Kehrseite Privatisierungsmedaille

Wien (OTS) - Wolfgang Moitzi, geschäftsführender Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert aufgrund der vom Post-Aufsichtsrat angekündigten Vernichtung von rund 1.600 Arbeitsplätzen die Wiederverstaatlichung der Post. Für Moitzi ist der geplante Stellenabbau die logische Kehrseite Privatisierungsmedaille. "Die Einplanung eines zusätzlichen Vorstandes bei gleichzeitiger Kündigung von hunderten ArbeitnehmerInnen zeigt sehr deutlich, in wessen Interesse der Vorstand agiert: In seinem eigenen und dem der Shareholder", so Moitzi am Donnerstag.

Moitzi verweist auch auf die Schließung des Tabakwerkes in Linz, die 275 Arbeitsplätze kosten wird: "Auch hier ist der Stellenabbau letztlich auf die Privatisierung öffentlichen Eigentums zurückzuführen. Dem neoliberalen Dogma, dass durch den Ausverkauf öffentlichen Eigentums alles besser wird, muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden."

Die Aufregung bei FPÖ und BZÖ kann Moitzi nicht nachvollziehen:
"Immerhin sind die beiden zusammen mit der ÖVP für eine der größten Enteignungswellen der österreichischen Bevölkerung verantwortlich. Denn neben der Post hat Schwarz-Blau-Orange unter anderem noch Austria Tabak, Böhler-Uddeholm, die Telekom, die VA Tech und die VOEST verscherbelt."

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