Grüne Wien zu den Korruptionsvorwürfen gegen Wiener Spitäler

Pilz: Stadträtin Wehsely will das Offensichtliche nicht sehen

Wien (OTS) - Unverständnis äußert die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, gegenüber den jüngsten Abwiegelungsversuchen von Frau Stadträtin Wehsely: "Die verantwortliche Stadträtin leugnet lieber offensichtliche Missstände, anstatt sie abzustellen. Ihre Haltung, dass Vorwürfen, wenn sie anonym erhoben wurden, nicht nachgegangen wird, ist unerträglich. Sie will offensichtlich nicht wahrhaben, dass die PatientInnen über Kuvertmedizin und erkaufte Vorzugsbehandlung schweigen, weil sie Angst haben, weil sie für die Behandlung dankbar sind, oder weil sie die Ärzte auch in Zukunft brauchen. Das Gesundheitspersonal schweigt über diese Praktiken aus Sorge, den Arbeitsplatz zu verlieren." Es genügt nicht, die nun bekannt gewordenen Fälle auf wenige "schwarze Schafe" zu schieben. Die Mängel im System, die Korruption ermöglichen, müssen abgestellt werden.

Die Grünen Wien beauftragen daher das Kontrollamt mit der Untersuchung der Vorwürfe gegen das öffentliche Gesundheitswesen in Wien. "Frau Stadträtin Wehsely wird aufgefordert, eine weisungsunabhängige Antikorruptionsstelle einzurichten, da die PatientInnenanwaltschaft dieser Aufgabe in keiner Weise nachkommt", so Pilz.

"Die gestrige Äußerung des Wiener PatientInnenanwaltes Dr. Brustbauer, in seiner Einrichtung wären keine Beschwerden über Korruption bekannt, zeigt deutlich, dass in Wien nicht einmal der amtlich bestellte PatientInnenvertreter zur Kenntnis nimmt, was die Spatzen von den Dächern pfeifen! Wie sollen sich da Patienten ermutigt fühlen, Berichte zu geben? Wie soll da das Gesundheitspersonal, das auspacken will, auf Zeugenschutz hoffen? Wie sollen da die schwarzen Schafe Angst vor Aufdeckung verspüren?" schließt Pilz.

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