Rudas/Heinisch-Hosek: Bericht zur Lage der Jugend zeigt Mängel auf

Wien (SK) - Der vorliegende "Fünfte Bericht zur Lage der Jugend in Österreich (2007)" weist große Mängel auf. Obwohl die Verankerung geschlechtersensibler Ansätze und von Gender Mainstreaming in der außerschulischen Jugendarbeit von höchster Bedeutung ist, gibt es noch immer zu wenige Unterstützung in diesem Bereich. "Gerade die außerschulische Jugendbetreuung prägt das gegenseitige Geschlechterrollenverständnis und den Umgang der jungen Menschen miteinander stark. Die möglichst frühe Auseinandersetzung der Mädchen und Buben mit der Genderthematik ist daher sinnvoll", erklärt die Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ, Laura Rudas, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Auch die vor kurzem publizierte Jugendwerte-Studie zeigt deutlich, dass traditionelle Rollenbilder nach wie vor vorherrschen (über 50 % der Jugendlichen geben dies an). Daher ist geschlechtssensible Arbeit mit Jugendlichen umso wichtiger", betont SPÖ Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek.

Es existieren sehr gute Vorzeigeprojekte zu dieser Thematik in der außerschulischen Jugendbetreuung. Trotzdem sind differierende Wissensstände zu dem Thema, mangelhafte Verankerung von Gender Mainstreaming in den Leitlinien und Programmen der Organisationen und mangelndes Bewusstsein nur einige der Problemfelder, die die Studie umreißt. Auch die Personen, die mit Jugendlichen arbeiten, müssen entsprechende Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen vorfinden, um geschlechtssensibel arbeiten zu können.

"Prinzipiell muss die gesellschaftliche Bedeutung von Gender Mainstreaming gehoben werden. Je früher junge Menschen für die Genderthematik sensibilisiert werden, desto eher findet sie Einzug in allen Bereichen. Das zuständige Ministerium muss daher qualitativ hochwertige Informationsmaterialien zur Verfügung stellen", so Heinisch-Hosek. Denkbar wären auch regelmäßige Kampagnen unter Beteiligung junger Menschen. "In Zukunft sollten Projekte, die die Jugendministerin fördert, immer auch einen Gender Aspekt beinhalten müssen", fordert Heinisch-Hosek.

"Die Einrichtung einer übergeordneten, bundesweiten Informations-bzw. Koordinierungstelle ist notwendig. Diese informiert, berät und hilft bei der Sensibilisierung, etwaigenfalls auch bei der Evaluation von Projekten", so Rudas weiter.

"Der Bericht zeigt, dass Gender Mainstreaming und geschlechtersensible Ansätze in der außerschulischen Jugendarbeit große Bedeutung haben. Für Ministerin Kdolsky besteht akuter Handlungsbedarf. Sie muss für die Umsetzung die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen", so die Abgeordneten abschließend. (Schluss) sl

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