Lichtenberger: Monopol der Autokonzerne auf Ersatzteile muss geknackt werden

VerbraucherInnen wurden von niedrigeren Reparaturkosten profitieren

Wien (OTS) - "Bisher schützte die Designschutzrichtlinie vor allem die Interessen der großen Automobilkonzerne. Die heute verabschiedete Reparaturklausel macht Schluss mit dem Monopol auf (sichtbare) Ersatzteile. Wenn die Änderung im EU-Rat eine Mehrheit findet, profitieren VerbraucherInnen von niedrigeren Kosten bei der Autoreparatur", so Eva Lichtenberger, Europaabgeordnete der Grünen, nach dem heutigen Beschluss des EU-Parlamentes die Designschutzrichtlinie zu ändern.

Unabhängige Hersteller könnten dann nach einer fünfjährigen Übergangszeit endlich überall in der EU KfZ-Ersatzteile herstellen und anbieten. "Damit werden kleinen und mittelständischen Unternehmen Investitionen in den KfZ-Ersatzteilmarkt ermöglicht und weitere Arbeitsplätze geschaffen", so Lichtenberger.

Durch den Einfluss der Automobilkonzerne wurde die Öffnung des KfZ-Ersatzteilmarktes fast 15 Jahre lang verzögert. Seit 1993 fordern EU-Parlament und EU-Kommission die Einführung der sogenannten Reparaturklausel, die eine Voraussetzung für das Fallen des Monopols ist. "Jetzt muß auch der Rat Schluß machen mit einer Politik, die sich zum Erfüllungsgehilfen der Automobilkonzerne macht und die weder im Sinne der Verbraucher noch im Sinne kleiner und mittelständischer Unternehmen ist."

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