Finanz fordert von Richard Lugner 380.000 Euro Steuern zurück.

NEWS-Exklusiv: Steuerfahnder wollen alle verbuchten Ausgaben für den Opernball zurück. Lugner wittert Intrige von Finanzminister Molterer.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet, fordert das Finanzministerium im Zuge einer noch laufenden Steuerprüfung von Richard Lugner einen Betrag von 380.000 Euro zurück. Demnach soll der Ex-Baumeister in den vergangenen fünf Jahren jeweils 100 Prozent seiner Aufwendungen für den Wiener Opernball als "Werbekosten" in die Steuererklärung eingebracht haben. Darin inkludiert: Die Miete der Loge, die gesamte Bewirtung sowie Limo-Service und Leibwächter für den jeweiligen Opernballgast.

Lugners Steuerberatungs-Kanzlei bestätigt gegenüber NEWS die Forderung der Finanz, sowohl was Inhalt als auch Höhe betrifft. Und auch der Opernball-König selbst erklärt die umstrittene Abschreibung:
"Ich sitze ja nicht zum Privatvergnügen mit der Frau Gerri Halliwell in der Loge."

Steuerexperten verweisen gegenüber NEWS allerdings darauf, dass es bereits seit Jahren eine Art "Lex Opernball" gibt, die die Absetzung von Kosten aus Theaterveranstaltungen, Logenmieten und Bällen als private Kosten einstuft und daher als "Werbekosten" ausschließt.

Lugner vermutet eine "Intrige" des Finanzministers Molterer und verweist darauf, dass es in den Jahren zuvor (unter Finanzminister Karl Heinz Grasser; Anm. d. Red.) diesbezüglich "keinerlei Probleme" gegeben hätte. Man werde, so seine Kanzlei, mit den Prüfern versuchen, eine Lösung zu finden.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0003