Kukacka: Heute im Ministerrat beschlossener Bericht zur Verkehrssicherheit entspricht der Erkenntnis: Hauptprobleme der Alkoholunfälle liegen nicht zwischen 0,5 und 0,8 Promille

ÖVP-Verkehrssprecher: Nur sieben Prozent der Alkoholunfälle mit Personenschäden zwischen 0,5 und 0,8 Promille; 77 Prozent über 1,2 Promille oder "Alkotestverweigerer"

Wien (ÖVP-PK) - Bestätigt fühlt sich ÖVP-Verkehrs- und Infrastruktursprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka vom heute, Mittwoch, beschlossenen Ministerratsbericht zur Verkehrssicherheit und vom Begutachtungsergebnis über Alkoholstrafen im Verkehr. Schon bisher hätten die in- und ausländischen Studien gezeigt, dass die Probleme der Alkoholunfälle nicht zwischen 0,5 und 0,8 Promille lägen, sondern weit darüber. Der durchschnittliche Promillegrad bei Autofahrern, die Verkehrsunfälle verursachen, läge bei diesen Untersuchungen bei rund 1,5 Promille, meinte Kukacka. ****

Nun hat eine - im Rahmen des Begutachtungsverfahren - vom Land Steiermark durchgeführte Auswertung der Unfälle mit Personenschaden diese Ergebnisse auch für Österreich bestätigt und Folgendes ergeben:
Autofahrer mit einem Alkoholisierungsgrad zwischen 0,5 und 0,79 Promille waren für sieben Prozent der Alkoholunfälle verantwortlich. Lenker zwischen 0,8 und 1,19 Promille verursachten 16 Prozent der Alkoholunfälle. Im Bereich zwischen 1,2 und 1,59 Promille lag der Anteil bei 26 Prozent und 39 Prozent der Alkoholunfälle wurden von Autolenkern mit einem Promillegrad jenseits der 1,6 Promille verschuldet! Die "Verweigerer" von Alkoholtests verursachten zwölf Prozent der Alkoholunfälle, erläuterte Kukacka.

Dieses Ergebnis zeigt, dass eine verursachergerechte Verkehrspolitik notwendig ist, die einen klaren Zusammenhang zwischen der hohen Unfallhäufigkeit von Alkolenkern mit einem Alkoholisierungsgrad jenseits der 0,8 Promille und entsprechend konsequenten Strafen herstellt. Der heute im Ministerrat beschlossene Maßnahmenkatalog entspreche voll dieser Erkenntnis, stellte Kukacka fest. Es hätte deshalb wenig Sinn gemacht, die Strafen bei Alkoholdelikten im Bereich zwischen 0,5 und 0,8 Promille - wo es nur wenige Unfälle gibt - massiv zu verschärfen, während im Bereich über 0,8 Promille - wo der Hauptteil der Alkoholunfälle passiert - alles gleich geblieben wäre. Nunmehr werde dafür gesorgt, dass Wiederholungstäter und Hochrisikolenker über 0,8 Promille mit strengeren Strafen, stärkeren verhaltensändernden Auflagen und Nachschulungen sowie längeren Entzugszeiten bestraft werden könnten.

"Diese Schwerpunktsetzung macht verkehrspolitisch Sinn, enthält sich jedes vordergründigen, verkehrspolitischen Aktionismus und wird dabei von wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Analyse der alkoholbedingten Verkehrsunfälle unterstützt. In weiteren politischen Gesprächen wird nun von den beiden Regierungsparteien eine entsprechende Gesetzesinitiative zur Verwirklichung dieser Schwerpunkte ergriffen werden!", schloss Kukacka.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0007