Telekom Austria: Gehaltsverhandlungen abgebrochen

Unternehmensleitung auf Konfrontationskurs

Wien (ÖGB/GPF) - Die Gehaltsverhandlungen zwischen der
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF - Die Kommunikationsgewerkschaft) und der Konzernführung der Telekom Austria AG wurden in den Abendstunden des 11. Dezember nach neun Stunden erfolgloser Verhandlungen abgebrochen.++++

Damit ist auch die vierte Runde der Gehaltsverhandlungen ohne Ergebnis geblieben. Somit wurde seitens des Unternehmens der Belegschaft eine Gehaltserhöhung per 1. Jänner 2008 versagt. Dass die Unternehmensleitung jetzt einen so harten Kurs fährt, stößt bei Gewerkschaft und Personalvertretung auf Unverständnis und Empörung.

Offenbar möchte das Unternehmen das laufende Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm bei den Gehaltsverhandlungen noch einmal in Rechnung stellen, obwohl eine Unternehmensmitteilung von Anfang Dezember im Amtsblatt der Wiener Zeitung das Gegenteil aussagte.

ZA-Vorsitzender und GPF-Vizevorsitzender Michael Kolek: "Das Quartalsergebnis im September weist einen Nettoüberschuss von 451,5 Mio. Euro aus. In dieser Situation den MitarbeiterInnen ein Almosenangebot zu machen, ist mehr als unseriös. Warum die Unternehmensleitung jetzt einen so harten Kurs einschlägt, ist völlig unverständlich.

Dass die Belegschaft heuer nicht im entsprechenden Ausmaß am Unternehmenserfolg teilhaben soll, ist neu. Ich denke, es ist eine neue Ära in die Telekom Austria eingezogen, in der den MitarbeiterInnen mit Ignoranz und Abgehobenheit begegnet wird. Das können und wollen wir so nicht hinnehmen!" ++++

ÖGB, 12. Dezember 2007 Nr. 739

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