Kickl: Bartenstein hält in Indien Predigt für Massenzuwanderung

Dem ÖVP-Wirtschaftsflügel sind die Zukunftschancen unserer Jugend offenbar gleichgültig

Wien (OTS) - "Bartenstein und seinen Kollegen im ÖVP-Wirtschaftsflügel sind die Zukunftschancen der österreichischen Jugend auf dem Arbeitsmarkt offenbar völlig gleichgültig", erklärte heute FPÖ-Generalsekretär und Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zu der "Blue Card-Werbetour" des ÖVP-Wirtschafts- und Arbeitsministers in Indien. Bartenstein solle sich lieber ein Beispiel an der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel - übrigens von der CDU - nehmen, die unlängst erst gefordert habe, dass man bei Fachkräften - auch im IT-Bereich - zuerst alle Ressourcen im Inland vollständig ausschöpfen müsse. Angesichts solcher Aussagen disqualifiziere sich Bartenstein als österreichischer Arbeitsminister mit seinen "Blue Card"-Plänen von selbst. In diesem Jahr habe man vom ÖVP-Minister kein Sterbenswörtchen dazu vernommen, wie er etwa inländische Arbeitskräfte stärker zu fördern gedenke.

Wenn Bartenstein zudem meine, dass "Zuwanderung in hohem Maße Arbeitsmarktpolitik" sei, dann habe diese offenbar auf Grund falscher Prioritäten völlig versagt. Wie sei es sonst zu erklären, dass alleine in Wien zwei Drittel der arbeitslosen Jugendlichen Migranten seien. Insgesamt sei die Lage so, dass alleine Ende November 2007 fast ein Fünftel aller vorgemerkten Arbeitslosen in Österreich Ausländer seien, wobei jede dieser 42.542 Personen das österreichische Sozialbudget belasten würde.

Richtung SPÖ bemerkte Kickl, man werde die Roten auch in dieser Frage sehr genau an ihren Taten messen. Bisher sei die SPÖ nämlich bei praktisch allen Anschlägen der ÖVP gegen den österreichischen Arbeitsmarkt in die Knie gegangen. "Wir von der FPÖ verlangen von dieser Bundesregierung endlich ein vernünftiges Aus- und Weiterbildungsprogramm für österreichische Arbeitnehmer. Wir reden hier von der Umschulung von Arbeitslosen über eine bessere Ausbildung für Lehrlinge bis zu besseren Bedingungen auf den Universitäten. Damit muss einerseits sowohl die Jugendarbeitslosigkeit wirksam bekämpft werden, aber auch ältere Arbeitnehmer sollen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt vorfinden", so Kickl weiter. Abschließend gab Kickl dem ÖVP-Wirtschaftsminister noch einen Rat mit auf den Weg zurück nach Österreich. Wenn Bartenstein meine, dass im Großraum Wien "englischsprachige Jobs heute kein Problem mehr" seien, dann sollte man vielleicht dazusagen, dass jemand, der in Österreich arbeiten wolle, auch Deutsch lernen müsse. "Hier ist dem Minister in Indien offenbar ein 'freudscher Versprecher' unterlaufen. Dies zeigt haargenau, was man in großen Teilen der ÖVP unter 'sprachlicher und gesellschaftlicher Integration' versteht", bemerkte der freiheitliche Generalsekretär.

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