"Streiksituation in Italien regional etwas entspannt"

Fachverband Güterbeförderung zum aktuellen Stand der Dinge - Warnung an die Mitglieder vor Italienfahrten bleibt aufrecht

Wien (PWK988) - Der Fachverband Güterbeförderung in der WKÖ, der die Ereignisse rund um die Blockade- und Protestmaßnahmen der italienischen Frächter intensiv verfolgt, fasst den gegenwärtigen Stand der Dinge (Mittwoch Vormittag) folgendermaßen zusammen:

Die Regierung Romano Prodi hat am Dienstag Abend mit Hilfe einer Notstandsverordnung weitere Streiks und Blockaden verboten. Wer sich nicht daran hält muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Situation beginnt sich nun teilweise regional zu entspannen. Allerdings gibt es immer noch Blockaden.

Insgesamt hat sich die Streiksituation daher im Vergleich zu gestern nicht wesentlich verändert. Einzig die Brennerautobahn ist im Gegensatz zu gestern frei befahrbar.

Die kritischen Stellen betreffen weiterhin die Autobahnen im Großraum Venedig und Padua, die Adriatica zwischen Foggia und die Anschlussstelle zur A 16. Ebenfalls zu Behinderungen kommt es rund um Genua und Turin und vor allem auf den Autobahnen um Rom. Staus werden auch auf der A 4 zwischen Brescia und Bergamo gemeldet. Die Grenze nach Frankreich in Ventimiglia ist weiterhin blockiert.

Die A23 von Tarvis in Richtung Süden und die A4 (Udine, Palmanova, Triest, Venedig) sind befahrbar. Probleme gibt es bei Treviso Süd, Malghera, Padua Ost, Verona und Vicenza. Die A14 Richtung Ancona ist noch nicht frei, hier gibt es Probleme bei einzelnen Auf- und Abfahrten. Ebenso gibt es Probleme auf der A1 bei Parma.

Die meisten streikenden Transportverbände haben die Anordnung der Regierung offenbar bisher nicht befolgt und planen, den Streik bis Freitag fortzuführen. An den Tankstellen ist Benzin und Treibstoff nur mehr schwer erhältlich, frische Lebensmittel werden knapp. Viele Fabriken schließen wegen Zulieferproblemen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Lage im Bereich Friaul und Venetien langsam entspannt. Die Tankstellenversorgung könnte sich dementsprechend im Laufe des Tages bessern, ebenso die Belieferung der Nahversorger. Dennoch werde es zumindest 24 bis 48 Stunden dauern, bis in der Region alles wieder normal funktioniert.

Die Warnung vor Italienfahrten seiner Mitglieder wird vom Fachverband aufrecht erhalten. Alle Unternehmer und Lenker müssten sich der Tatsache bewusst sein, dass "normale Verhältnisse noch nicht eingekehrt sind. Es herrscht nach wie vor Chaos an vielen Orten". (hp)

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