Bauer präsentiert Studie: Arbeitszufriedenheit bei Älteren größer als bei Jungen

Wien (SK) - "Unsere Hypothese lautete: Ältere Arbeitnehmer sind stärker unter Druck und daher unzufriedener. Diese Hypothese wurde widerlegt, die Unzufriedenheit liegt eher bei den jüngeren Arbeitnehmern", bemerkte SPÖ-Wirtschaftssprecher und Leiter des Zukunftsforums Österreich, Hannes Bauer, am Mittwoch im Rahmen der Präsentation der Studie 'Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung in einer Aging Society'. "Die Zahlen zeigen die Stimmung der Bevölkerung in einer boomenden Wirtschaft", so Bauer. Derzeit liege die Arbeitslosigkeit bei 4,3 Prozent, Ziel der Regierung sei es, bis zum Jahr 2010 unter vier Prozent zu kommen. "Und das ist auch schaffbar", so Bauer. ****

Die Studie stelle im Großen und Ganzen der österreichischen Wirtschaft ein "positives Zeugnis" aus, unterstrich der SPÖ-Abgeordnete. Befragt wurden von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft 798 Personen im Zeitraum November bis Dezember 2007. Der Anteil jener Personen, die mit ihrem Arbeitsplatz sehr zufrieden sind, liege bei 41 Prozent, wobei der Wert bei den Unter-30-Jährigen bei 31 Prozent liege, bei den Arbeitnehmern über 50 bei 44 Prozent. 'Richtig Freude an der Arbeit' haben laut der Studie 51 Prozent der Arbeitnehmer, auch hier sei der Wert in der Generation 50 plus höher. 64 Prozent der Österreicher seien mit der Bezahlung sehr oder ziemlich zufrieden (bei den Unter-30-Jährigen 52 Prozent, über 50jährige 65 Prozent).

Auf die Frage, ob Ängste bezüglich einer möglichen Arbeitslosigkeit bestünden, äußerten 13 Prozent der Unter-30-Jährigen, sie würden eine drohende Arbeitslosigkeit fürchten, während bei der Generation 50 Plus lediglich sieben Prozent die gleichen Ängste äußerten. "Interessant" seien auch die Meinungen zur Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern, führte Bauer aus. Während lediglich sieben Prozent der Unter-30-Jährigen der Meinung seien, es gebe in Österreich genügend Arbeitsplätze für die Generation 50 plus, liege der Wert bei den Betroffenen bei 17 Prozent.

"Ich glaube, dass in Österreich die Situation günstig genug ist, um einerseits den Jungen Hilfestellung zu bieten und andererseits faire Chancen für Ältere zu ermöglichen", unterstrich der SPÖ-Wirtschaftssprecher. Die Unsicherheiten bei der Jugend seien vor allem in prekären Dienstverhältnissen zu suchen, so Bauer, man müsse sich dem Problem eines geteilten Arbeitsmarktes annehmen. Problematisch sei im Zusammenhang mit prekären Arbeitsplätzen auch, dass diese Gruppe weitgehend von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen ausgeschlossen sei. Ältere Arbeitnehmer bräuchten vor allem verstärkt individuelle Beratung, er, Bauer, habe gemeinsam mit dem AMS Niederösterreich das Pilotprojekt "Bissa50plus" gestartet, hier biete man ein spezifisches Service für die ältere Arbeitnehmergeneration an. (Schluss) sw

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