Jüdisches Museum: Konzerte im Rahmen der Korngold-Ausstellung

Wien (OTS) - Das Jüdische Museum Wien präsentiert am Sonntag, 16. Dezember 2007, um 18:30 Uhr das erste Konzert im Rahmen der Korngold-Ausstellung.

Unter dem Motto " Vom Trio zum Sextett" werden Werke von Erich Wolfgang Korngold, Dimitri Schostakowitsch, Franz Schubert präsentiert. Es musizieren Peter Matzka, Anne Harvey-Nagl, Violine; Lena Fankhauser, Petra Ackermann,
Viola; Reinhard Latzko, Erich Oskar Huetter, Violoncello.
Karten: Euro 12,- / Euro 8,- ermäßigt für Studenten und Pensionisten an der Museumskassa, Reservierung zwischen 10:00 und 17:30 Uhr unter Tel.: 01-535 04 31-210.
Die Korngolds - eine Wiener Musikerfamilie
Kaum eine Familie spiegelt das Wiener Musikleben zu Beginn des 20. Jahrhunderts besser wider als die der Korngolds. Der Vater Julius Korngold war einer der mächtigsten und gefürchtetsten Kritiker seiner Zeit. Er wurde von Theodor Herzl als Nachfolger von Eduard Hanslick als Musikkritiker für die damals wichtigste deutschsprachige Zeitung, die Neue Freie Presse, engagiert. Sein Sohn Erich Wolfgang hingegen war ein musikalisches Wunderkind, das oft mit Mozart verglichen wurde. Werke wie die Oper Die Tote Stadt gehörten zu den meist aufgeführten Stücken seiner Zeit. Mit der Vertreibung der jüdischen Komponisten, ab 1933 zunächst aus Deutschland, anschließend auch aus Österreich, fand sich Erich Wolfgang in Hollywood wieder. Anders als zahlreiche Schicksalsgenossen konnte er dort auf eine erfolgreiche Arbeit aufbauen u.a. mit Max Reinhardt, der ihn bereits 1934 für die Bearbeitung von Mendelssohns A Midsummer Night's Dream nach Hollywood kommen ließ. Erich Wolfgang Korngold schuf als Filmmusikkomponist das, was als "Hollywood Sound" Filmgeschichte machte. Ausgezeichnet mit zwei Oscars (u. a. für den legendären Film The Adventures of Robin Hood mit Errol Flynn und Olivia de Havilland) gilt Korngold bis heute als einer der erfolgreichsten und wichtigsten Hollywoodkomponisten. Die Ausstellung stellt vor dem Hintergrund der Vater-Sohn-Beziehung die wichtigsten Schaffensperioden von E. W. Korngold dar, seine Erfolge als Wunderkind, seine Triumphe als Komponist und weltweit auch als Operettenarrangeur, seine Zusammenarbeit mit Max Reinhardt, seine Erfolge in Hollywood, aber auch der gescheiterte Versuch, nach dem Krieg in Wien wieder Fuß zu fassen. Hörstationen mit Ausschnitten aus Korngolds Musik und Filmausschnitte beleuchten seine größten Erfolge und ermöglichen auch eine Annäherung an den privaten Korngold, an seine Familie und seine Freunde. "Die Korngolds. Klischee, Kritik und Komposition" ist bis 18. Mai 2008 im Jüdischen Museum Wien (1010 Wien, Dorotheergasse 11) zu sehen. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 / 4 Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.:
+43-1- 535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at . Weitere Informationen zum umfangreichen Begleitprogramm sind unter www.jmw.at/ zu finden. (Schluss) sta

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