"Österreichs Transporteure sind sich ihrer Verantwortung bewusst"

Glisic: "Probleme der heimischen Frächter allerdings um nichts geringer als die unserer Kollegen in Italien" - Dank an Außeministerin Plassnik

Wien (PWK987) - "Hohe Treibstoffpreise, hohe Treibstoffsteuern, exorbitant hohe Verkehrsstrafen sind Themen, die auch in Österreich auf der Tagesordnung stehen", sagt der Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, KommRat Nikolaus Glisic, zur aktuellen Lage in Italien. "Warum streiken die Italiener und wir nicht?", sei eine Frage, die er in den letzten Tagen immer wieder zu hören bekommen hat, berichtet Glisic: "Die Ereignisse in Italien zeigen, dass es nicht einmal einen Tag ohne Lkw geht. Engpässe bei Lebensmitteln, bei der Treibstoffversorgung, Probleme bei der Entsorgung. Die Bevölkerung ist unmittelbar betroffen, ganz abgesehen von den enormen wirtschaftlichen und finanziellen Schäden".

Glisic dankte Außenministerin Ursula Plassnik, die mit ihren Initiativen dazu beitragen hat, die durch die Blockaden entstandene, für die österreichische Wirtschaft untragbare Situation auf internationaler Ebene zur Sprache zu bringen.

Die österreichischen Transporteure sind trotz aller Anfeindungen und Schwierigkeiten, die man ihnen vielfach aus Unverständnis in den Weg legt, ein verlässlicher Partner, betont Glisic. "Dieses Faktum wird täglich durch die bei uns funktionierende Ver- und Entsorgung und die funktionierenden Kreisläufe bewiesen. Leere Tankstellen, keine Müllentsorgung und faulendes Gemüse, weil es nicht zum Konsumenten gebracht werden kann, stehen für Österreich nicht auf der Tagesordnung. Die österreichischen Transporteure sind sich ihrer Verantwortung bewusst".

Glisic weiter: "Ich will allerdings mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die Probleme der österreichischen Transporteure um nichts geringer sind als die unserer Kollegen in Italien. Die Treibstoffpreise sind am absoluten Zenit, die Mineralölsteuer wurde massiv angehoben, die Maut in Österreich ist die höchste in Europa. Investitionen in den Umweltschutz - Stichwort EURO 5-Technologie -werden nicht gefördert". Wie der Sprecher der Güterbeförderungswirtschaft hervorhebt, haben die österreichischen Transporteure in den letzten Jahren mehr als 600 Millionen Euro in Umwelttechnik investiert. "Das wurde alles freiwillig und privat finanziert". Glisic verweist auf das aktuelle Forderungsprogramm. In diesem sind Punkte enthalten, "die nichts kosten, aber uns das täglich Leben sehr erleichtern könnten". Gespräche darüber gebe es trotz mehrfacher Ersuchen und Einladungen nicht.

"Transporteure mit Kennzeichen und Standort in Österreich sind im europäischen Wettbewerb enorm benachteiligt. Trotzdem können wir den europaweit mit Abstand besten Transport-Leistungs-Service-Standard in allerhöchster Qualität für unsere Auftraggeber liefern", macht Glisic deutlich. (hp)

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