Österreichs Städte sind Bevölkerungsmagneten

Neue Publikation "Österreichs Städte in Zahlen" zeigt umfassendes Leistungsspektrum der Städte auf

Wien (OTS) - Die Österreicherinnen und Österreicher zieht es in die Städte: 44,5% der Bevölkerung Österreichs lebt in einer der 74 österreichischen Städte mit 10.000 und mehr Einwohnern. "Die Zahlen sprechen für sich, Österreichs Städte sind Bevölkerungsmagneten", so Dr. Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes am Mittwoch, anlässlich der Präsentation der Publikation "Österreichs Städte in Zahlen".

Mehr Bevölkerung, mehr Aufgaben, höhere Kosten

"Ein Bevölkerungszuwachs für die Städte bedeutet aber auch ein Mehr an Aufgaben, die die Städte für ihre Bewohner wahrnehmen müssen. Und das bedeutet wiederum mehr Geld, das die Städte aufwenden müssen. Während die Bevölkerung wächst und immer mehr Menschen aus dem Umland in die Städte pendeln, werden die Mittel, die den Städten für ihre Aufgaben zur Verfügung stehen, immer weniger", so Weninger weiter.

Die Gesamteinnahmen aller österreichischer Gebietskörperschaften - Bund, Länder, Städte und Gemeinden - haben in den vergangenen zehn Jahren zwar um rund 26 Prozent zugenommen, den mit Abstand größten Zuwachs hat jedoch der Bund mit 34,4% zu verzeichnen, die Städte und Gemeinden (ohne Wien) haben lediglich 21,7% dazubekommen. Zum Vergleich: Das BIP ist im selben Zeitraum um knapp 40% gewachsen.

Im Jahr 2006 wurden in Österreichs Städten 300 Euro je Einwohner investiert. Die Pro-Kopf-Quote ist die niedrigste seit Jahrzehnten. Die Gemeindeinvestitionen entsprachen 2006 0,75% des BIP. Ein absoluter Tiefpunkt. Nicht nur die lokale Wirtschaft leidet unter der geringen Investitionstätigkeit der Städte und Gemeinden. Die Herausforderungen im städtischen Bereich werden immer größer. Etwa, was den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze betrifft, oder das Thema Integration. Weninger: "Integration spielt sich vor allem in den Städten ab. 23% der Bevölkerung in den großen Städten hat ihren Geburtsort außerhalb Österreichs, 34% der Kinder in den Kindergärten der Städte haben nicht deutsch als Muttersprache. Das Thema ist eine große Chance für Österreichs Städte. Deswegen müssen die Städte bei diesem Thema viel stärker vom Bund einbezogen werden, als es momentan der Fall ist."

Städte sind Wirtschafslokomotiven des Landes

Die Europäische Kommission hat im Mai dieses Jahres im "State of the European Cities Report" - ungewöhnlich eindeutig - klargemacht, welche Rolle Europas Städte für den Wirtschaftsstandort spielen: Sie sind die Wirtschaftslokomotiven Europas. Daher braucht Europa - und damit auch Österreich - starke Städte.

60 Prozent der Einwohner der EU leben heute in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Bei uns sind es heute 44,5% die in Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern leben. Österreich wird sich dem Trend "Hinein in die Stadt" - weiterhin nicht entziehen können. Die Österreicherinnen und Österreicher werden weiterhin verstärkt in die Städte kommen. Entweder um dort zu wohnen und zu arbeiten, oder um diverse Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und zu arbeiten, aber außerhalb zu wohnen. In den Städten erwarten Sie sich jedoch zu recht hohe Standards in sämtlichen Bereichen. Diese wollen Österreichs Städte auch bieten. Deshalb müssen unsere Städte mit den notwendigen Mitteln ausgestattet werden, um die Herausforderungen meistern zu können.

"Österreichs Städte in Zahlen"

"Österreichs Städte in Zahlen" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Österreichischen Städtebund und der Bundesanstalt Statistik Österreich. Die Publikation ersetzt ab 2007 das "Statistische Jahrbuch Österreichischer Städte", das seit dem Berichtsjahr 1950 über demographische, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Städte über 10.000 Einwohner berichtet hat. (Schluss) stä

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