Lichtenecker: Österreichs Klimadebakel kratzt an Österreichs Glaubwürdigkeit bei UN-Weltklimakonferenz

Anstrengungen von BM Pröll bei Verhandlungen für eine globale Klimaschutzpolitik gefordert

Wien (OTS) - "Umweltminister Pröll hat in der heimischen Klimaschutzpolitik versagt, das österreichische Kyoto-Ziel ist in weiter Ferne. Es kann nicht sein, dass plötzlich niemand mehr für eine Klimaschutzpolitik in Österreich verantwortlich ist. BM Pröll schiebt den schwarzen Peter Verkehrsminister Faymann zu, dieser delegiert die Verantwortung nach Brüssel", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen.
"BM Pröll muss sich endlich für ein Ökostromgesetz einsetzen, das diesen Namen auch verdient. Das wäre ein wichtiger Beweis, dass ihm auch Klimaschutzmaßnahmen im Inland ein Anliegen sind. Wenn wir jetzt nicht aktiv werden im Klimaschutz, könnten laut einer aktuellen Studie die Klimafolgeschäden in Österreich bis 2050 bis zu 70 Milliarden Euro betragen", warnt Lichtenecker.

"Beim heutigen Treffen der Umweltminister bei der UN-Weltklimakonferenz muss sich BM Pröll anstrengen, um eine aktive Rolle bei den Verhandlungen für eine globale Klimaschutzpolitik einzunehmen", fordert Lichtenecker und bedauert, dass die Glaubwürdigkeit Österreichs in Sachen Klimaschutz innerhalb der EU stark angekratzt ist, da Österreich ja leider Schlusslicht im Klimaschutz ist.

Für folgende Schlüsselpunkte muss BM Pröll sich einsetzen: Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der Industrieländer von mindestens 30 Prozent bis 2020 und eine Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 - jeweils gegenüber 1990. Schwellenländer sollen im Kampf gegen den Klimawandel durch attraktive Angebote der Industrieländer mit ins Boot geholt werden. Besonders wichtig ist ein detaillierter Verhandlungsfahrplan, um bis 2009 ein Kyoto-Nachfolgeabkommen ab 2012 zu sichern.

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