Zinggl fordert umfassende soziale Absicherung für KünstlerInnen

Einkommensuntergrenze muss weg

Wien (OTS) - "Es ist wirklich erstaunlich, dass nach beinahe einem Jahr der Verhandlungen über die Novelle des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes ein Entwurf herauskommen kann, der so viele Mängel enthält wie der vorliegende", wundert sich der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl. Offensichtlich wurden die Auseinandersetzungen vorwiegend zwischen Ex-Kunststaatssekretär Franz Morak und Kulturministerin Claudia Schmied ausgetragen, vermutet Zinggl, denn "die Interessenvertretungen beklagen durch die Bank, in die Verhandlungen nicht eingebunden worden zu sein. Und das ist gerade bei einer heiklen Materie wie der Sozialversicherung für KünstlerInnen schon höchst seltsam."

Zinggl listet zahlreiche Schwächen des Gesetzes auf, die dringender Reparatur bedürfen. So müsse vor allem die Einkommensuntergrenze weg:
"Es ist eine der Sozialdemokratie unwürdige Argumentation, dass KünstlerInnen für mangelnde Markterfolge auch noch versicherungstechnisch bestraft werden. Zumindest müssten alle Preise, Stipendien und sonstigen Auszeichnungen als Einkommensbestandteile gelten."

Der immer noch notwendige Nachweis ´künstlerischer Befähigung´ ist dem Kultursprecher der Grünen ein besonderer Dorn im Auge. "Kunst in Kategorien von Talent und Werk zu messen, entspricht Denkweisen des 19. Jahrhunderts und ist der Kunstproduktion und -ausübung des 21. Jahrhundert völlig unangemessen", argumentiert Zinggl.
Auf das absehbare heillose Chaos in der Aufteilung der Zuschüsse will er gar nicht näher eingehen. "Am vernünftigsten wäre es, die Regierung würde sich endlich dazu ´herablassen´, das von den Grünen schon vor über einem Jahr vorgelegte und seither im Kulturausschuss regelmäßig vertagte Gesetz zur sozialen Absicherung von KünstlerInnen ernsthaft zu diskutieren. Die von uns geplanten Maßnahmen sind einfach, transparent und wirkungsvoll. Unser Gesetzesvorschlag ist einfach besser!", betont Zinggl.

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