Brinek: PISA-Ausstieg aus globaler Uni-Testung notwendig

Kein Geld für die methodische Reparatur des PISA-Tests aufwenden - ÖVP für die Produktion von „Datenfriedhöfen“ nicht zu haben

Wien, 12. Dezember 2007 (ÖVP-PK) „Die umfassende internationale Kritik am PISA-Test macht sichtbar, worauf das globale Testunternehmen Antworten gibt und worauf nicht“, betont ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Gertrude Brinek. „Die Ergebnisse taugen jedenfalls nicht, um Rückschlüsse auf das Schulsystem zu ziehen. Sie taugen auch nicht, um die Einführung der neuen ‚Gesamtschule’ zu begründen“, so Brinek weiter. Neben vielen Bildungsforscherinnen und -forschern identifiziert nun auch PISA-Chef Haider den Unterricht und seine Qualität als wichtigsten Ansatzpunkt zur Weiterentwicklung von Schule. „Wie immer deutlicher betont wird, gilt es nicht, einer einzigen Unterrichtsform nachzulaufen oder
eine andere wie den Frontalunterricht zu verteufeln, sondern das jeweils richtige zu tun“, konstatiert Brinek. ****

„Dass es dazu in Österreich mehr Forschung geben muss wird immer deutlicher sichtbar“, stellt die ÖVP-Wissenschaftssprecherin fest. Das Geld, das für die methodische Reparatur der PISA-Tests aufgewendet werden müsste, sollte rasch umgewidmet werden: Für Studien zur Verbesserung der Didaktik, der „Lehrkunst“, zur Behebung der Leseschwächen, zur Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer im naturwissenschaftlichen Unterricht und anderes mehr.

„Österreich wird nach Einschätzung der führenden Wissenschafterinnen und Wissenschafter spätestens dann aus PISA aussteigen müssen, wenn es um die Ausweitung des PISA-Verfahrens auf die Universitäten geht“, so Brinek. Qualitätsverbesserungen an den Universitäten setzt an anderen Stellen an. Peer-review– und Evaluationsverfahren können direkte Rückmeldungen zur Weiterentwicklung bieten. „Für eine kostspielige Produktion von ‚Datenfriedhöfen’ ist die ÖVP nicht zu haben“, betont Brinek abschließend.

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