Industrie zu Lissabon-Bericht: EU-Kommission bestätigt standortpolitische Linie der Industrie zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung

Klare Botschaften als standortpolitischer Handlungsauftrag - Industrie wird wachsam bleiben - Erste Schritte bei Arbeitszeit-Flexibilisierung ausdrücklich gewürdigt

Wien (OTS) - (PdI) Als "Bestätigung für die Linie der Industrie" bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer den jüngsten Bericht der EU-Kommission zur nationalen Umsetzung der Lissabon-Ziele. Der Kommissions-Bericht zeige eindrucksvoll auf, "wo wir dringenden Handlungs- und Nachjustierungsbedarf haben, um Wachstum und Beschäftigung in Österreich nachhaltig zu stärken. Die Botschaften sind klar: Die standortpolitische Kontinuität auch durch die neue Bundesregierung war richtig. Gleichzeitig dürfen wir auch angesichts der derzeit noch guten konjunkturellen Lage im Bereich der Budgetentwicklung nicht nachlassen oder gar leichtsinnig werden. Auch die EU-Kommission bestätigt, dass Schulden Wachstum kosten. Die Industrie wird als Anwältin des Standorts daher hier besonders wachsam bleiben", betonte Beyrer. Als sehr positiv bewertete der IV-Generalsekretär, "dass die auf Betreiben der Industrie gesetzten ersten Schritte bei Arbeitszeit-Flexibilisierung und Flexicurity ausdrücklich gewürdigt werden."

"Die Kommission betont den von der Industrie stets unterstrichenen Mangel im Bereich der Technikerinnen und Techniker. Hier müssen wir umso mehr mit Nachdruck ansetzen. Noch deutlichere Kritik kommt -wenig überraschend - zur Reduktion der Pensionsabschlagszahlung und dem neuen "Run" auf die Invaliditätspension. Hier muss aus Verantwortung gegenüber künftigen Generationen ein Kurswechsel stattfinden", betonte der IV-Generalsekretär. Ähnliches gelte für die Fragen der bislang nicht umgesetzten Verfassungs- und Verwaltungsreform sowie im Gesundheitsbereich. "In beiden Komplexen ist - ohne die Qualität der Leistungen einzuschränken -beträchtliches Einsparungspotenzial bislang ungenutzt geblieben."

"Erfreulich" sei, so Beyrer, dass die EU-Kommission die Bürokratie-Entlastung der Unternehmen durch das "Standard Cost Model" sowie die nachhaltigen Investitionen im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation anerkenne. Wesentlich sei gleichermaßen, dass weiter massiv in die ebenfalls positiv bewerteten Bereiche Infrastruktur und Ausbildung - "zwei der zentralen Zukunftsbereiche" - investiert werde. Gleichzeitig sei auch aus Brüsseler Sicht unter anderem im Bereich der Kinderbetreuung sowie des Unternehmerischen Denkens bei jungen Menschen noch viel zu tun. "Die Tatsache, dass Österreich hier EU-Schlusslicht ist, dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen - hier geht es um die Unternehmerinnen und Unternehmer von morgen.

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