Neues Volksblatt: "Weit voraus" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 12. November 2007

Linz (OTS) - Die einen, wie etwa die Strache-Blauen, sind grundsätzlich gegen Ausländer, die anderen - wie etwa die Grünen -sind so grundsätzlich für Ausländer, dass sie nicht einmal zwischen Asyl und Zuwanderung unterscheiden wollen. Beide Positionen haben wenig mit einer zielführenden Zuwanderungspolitik zu tun.
Dass Österreich Zuwanderung braucht, soll der hohe Lebensstandard in diesem Land erhalten bleibt, steht bei all jenen außer Streit, die in dieser Frage über den Tellerrand der tagesaktuellen Polemik hinausschauen. Immer weniger Geburten heißt, dass immer weniger Menschen immer höhere soziale Aufwendungen zu tragen haben.
Da ist es wohl angebracht, jenen eine Chance zu geben, die ins Land wollen. Und zwar in dem Sinn, dass sie die Sprache lernen können, dass sie Arbeit finden (dürfen) und sie sich so in die Gesellschaft integrieren können, dass die leidige Ausländerdiskussion überflüssig wird. Die Wirtschaftskammer setzt mit den "Schlaumäusen" in den Betriebskindergärten an. Diese Initiative der sprachlichen Förderung von Migrantenkindern beweist, dass die Realität der politischen Debatte weit voraus ist.

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