ÖSTERREICH: Leitl fordert Transparenz bei Managergehältern

Wirtschaftskammer-Chef appelliert an Verantwortlichkeit der Unternehmen

Wien (OTS) - "Jedes Unternehmen muss selbst wissen, in welcher Relation es seine Manager und die übrigen Mitarbeiter bezahlt", sagt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in der morgigen (Mittwoch) Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH zur aktuellen Diskussion rund um überzogene Gehälter von Topmanagern. "Wenn ein Manager Erfolg hat, soll er auch gut verdienen", so Leitl. Der Kammer-Boss spricht sich aber gegen eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung der Gehältern aus und appelliert vielmehr an die Verantwortlichkeit der Unternehmen. "Keiner muss sich genieren, wenn tüchtige Leute viel verdienen." Auf jeden Fall sollten aber börsennotierte Firmen die Vorstandsbezüge im Geschäftsbericht ausweisen.

Als Skandal empfindet es Leitl, wenn "unfähige Manager" unter Hinweis auf Verträge abkassieren. "Wer versagt, dem soll das nicht vergoldet werden." Die Zahlung von Mega-Abfertigungen könne man zwar nicht gesetzlich verbieten, wie das derzeit in Deutschland diskutiert wird. "Aber wir können das Bewusstsein schaffen, dass solche Verträge nicht mehr geschlossen werden. Das ist eine Sache der Ethik", sagt Leitl.

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