Bulfon: Sicherheitsrisiko bei Hotelbränden verringern

Wien (SK) - Insgesamt 60 Todesopfer forderten Hotelbrände in den letzten drei Jahren. Alle Opfer befanden sich in Hotels, die über keine Sprinkleranlagen verfügten. Die letzten Opfer waren im Sommer in einem britischen Hotel zu beklagen, als bei einem Brand drei Menschen ums Leben kamen. In einer Aussprache mit der Kommission im Europäischen Parlament forderten die Abgeordneten nun, dass sich die EU-Kommission diesem Thema erneut verstärkt annehmen muss. "Es ist bedauerlich, dass es erst Tote geben muss, bevor man sich wieder mit dem Brandschutz auseinandersetzt. Seit 1986 existierte eine Empfehlung der EU zum Thema Brandschutz, allerdings bestehen keine Vorschriften", kritisiert der SPÖ-Europaabgeordnete Wolfgang Bulfon.****

"Die Empfehlungen der Kommission aus dem Jahr 1986 sind sinnvoll. So fordern sie etwa die Einrichtung von sicheren Fluchtwegen, das einwandfreie Funktionieren der Alarmsysteme und die Sicherstellung einer Ausbildung für das Personal. Doch es mangelt an Kontrollen und es fehlt auch an einheitlichen Qualitätsstandards. Nur verbindliche Vorgaben können Besserung bringen", ist Bulfon überzeugt.

Bulfon ist sich bewusst, dass Sicherheitsmaßnahmen immer auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden sind. Er schlägt daher vor, dass die Mitgliedstaaten die Förderung von Brandschutzmaßnahmen unterstützen sollten. "Gerade für kleine und mittelgroße Hotels kann eine solche Investition oftmals eine unüberwindbare Hürde darstellen. Es sollte aber im Sinne der Mitgliedstaaten sein, die Sicherheit der Verbraucher zu garantieren." (Schluss) js/sw

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