Strache: Der ORF ist noch zu retten!

Mehr Sendezeit für jene, die den Menschen etwas zu sagen haben

Wien (OTS) - Es sei ein hinlänglich bekannter, internationaler Trend, dass TV-Anstalten das geistige Anspruchsniveau ihrer Programme schrittweise herabsenken, so FPÖ-Bundesparteiobmann und Mediensprecher HC Strache zur aktuellen Diskussion um die wirtschaftliche und programmatische Krise des ORF. "Diesem Trend wollte sich mit seiner Totalreform auch der ORF anschließen. Der Erfolg eines verdümmlichten Programms setzt allerdings ein dummes Publikum voraus. Und das sind die Österreicher ganz sicherlich nicht."

Wenn schon sogenannte Volksvertreter, die ein EU-Verfassungsdiktat als Gewinn für die Demokratie und die Abtretung der Souveränität als verstärkte Mitsprache auslegen, das Volk für dumm verkaufen wollen, wäre der ORF aufgerufen, sich als kritisches Gegengewicht zu solcher Realitätsverkehrung zu positionieren.

"Das ist es", führt Strache aus, "was sich die Österreicher von einer dem Objektivitätsgebot und ihrem Informationsauftrag verpflichteten öffentlich rechtlichen Fernsehanstalt, an die sie ihre Zwangsgebühren zu entrichten haben, erwarten. Zu Recht erwarten, wie ich meine. Kommt der ORF zu dieser Selbsterkenntnis, wird er aus dem Quotenkeller zurückkehren."

Vor allem in den Informationsformaten so der FPÖ-Bundesparteiobmann, gelte es für einen vorgeblich unabhängigen TV-Sender, die Interessen der Bevölkerung zu wahren und den Zugang der Seher jenem der Regierungsstrategen überzuordnen. Politikverdrossenheit sei ein falscher Tarnbegriff für >Politikerverdrossenheit<, so Strache. Wenn die Hauptnachrichten des ORF zur Werbetrommel der Bundesregierung verkommen und eine 4-Prozent-Partei den fünffachen Sendeanteil einer 11-Prozent-Partei zugestanden bekomme, bleibe der Anspruch der Objektivität eine hohle Phrase. Das Publikum lege aber wert auf wertneutrale Berichterstattung und wende sich in hellen Scharen ab, wenn diese nicht gewährleistet sei. Dies beweise nicht zuletzt der klare Quotensieg des FPÖ-Obmanns anlässlich der diesjährigen Sommergespräche.

"Gerade Nachrichtensendungen müssen eine ehrliche Auseinandersetzung mit jenen Problemen anbieten, die den Menschen tagtäglich begegnen", stellt Strache fest. "Den Reichtum der Reichen zu feiern und die Armut der Armen zu ignorieren ist der falsche Weg. Es braucht Aufrichtigkeit statt Schönfärberei. Es braucht Lösungsvorschläge statt wirkungsloser Wortplacebos. Es braucht Inhalte statt Eigenlob, vor allem aber braucht es eine verständliche Sprache statt der Fluchtrhetorik von Regierungsvertretern, die Befehlsempfänger und Vollzugsorgane der Fremdbestimmung sind. Gelingt dem ORF diese Wende, wird er von den Österreichern wieder als ihre Sendeanstalt akzeptiert werden. Als Volksfernsehen wird der ORF bestehen, als Propagandaorgan der Regierung wird er scheitern."

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