Zwazl: Individuelle Begabungen gehören gefördert

ÖVP-Bundesrätin für verstärkte Berufsorientierung in der 7. Schulstufe

Wien (ÖVP-PK) - Individuelle Begabungen gehören gefördert. Die niederösterreichische ÖVP-Bundesrätin Sonja Zwazl, Obfrau des Niederösterreichischen Wirtschaftsbundes, bei der parlamentarischen Enquete "Bildung - Beruf - Wirtschaft - Mehr Chancen für alle" sprach sich heute, Dienstag, daher für eine verstärkte Berufsorientierung und den forcierten Einsatz von Berufstests in der 7. Schulstufe aus, die Auskunft über Talente und Fähigkeiten geben. "Dabei zeigt sich beispielsweise, ob jemand für Teamarbeit geeignet ist oder eher ein Einzelarbeiter ist. Auch der Lerntyp ist feststellbar. "88 Prozent jener Jugendlichen, die in Niederösterreich einen derartigen Test gemacht haben, haben sich dann auch für die vorgeschlagene Ausbildung oder Lehre entschieden", freut sich Zwazl. ****

"Es ist wichtig, dass vor allem Mädchen eine breitere Berufspalette anstreben. Dazu müssen sie aber wissen, wofür sie geeignet sind." Viele Jugendliche erhalten durch einen derartigen Test, mit dem sie erfahren, welche Fähigkeiten und Talente sie haben, ein neues Selbstbewusstsein."

Positiv hob Zwazl die Möglichkeit der Berufsreifeprüfung hervor. "Viele Lehrlinge haben nach ein paar Jahren Ausbildung zunächst einmal genug vom Lernen und wollen erst einmal eine Pause machen." Für diese bietet sich mit der Berufsreifeprüfung eine attraktive Weiterbildungsmöglichkeit. Die Berufsreifeprüfung berechtigt beispielsweise zum Studium an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sowie zum Besuch von Kollegs. Zwazl zeigte sich erfreut darüber, dass die Berufsreifeprüfung in Niederösterreich kostenlos sei, bedauerte allerdings, dass das Land Steiermark unter LH Franz Voves ab 2008 diese Gratisleistung dort wieder aufheben wolle und es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen dazu gebe.

In Niederösterreich würde beispielsweise auch in Zusammenarbeit mit dem AMS Gratisnachhilfe für Lehrlinge angeboten, die in der Berufsschule Probleme haben. 700 Lehrlinge haben diese Möglichkeit bereits in Anspruch genommen.

Die Bundesrätin verwies auch auf die Initiative "Job konkret" in Niederösterreich. In vielen Bereichen am Arbeitsmarkt bestehe Bedarf an gut qualifizierten Kräften. Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften würden aber nicht immer zusammenpassen. Die Kenntnisse der Arbeitssuchenden seien in vielen Fällen für den angebotenen Arbeitsplatz nicht verwendbar. Mithilfe der Implacementstiftung "Job konkret" bekommen Arbeitssuchende eine innerbetriebliche Ausbildung (Erfolgsquote 97 Prozent).

Zwazl hob auch die Notwendigkeit des lebensbegleitenden Lernens hervor. Heute sei es nicht mehr so wie früher, dass man den einmal erlernten Beruf bis zum Ende seines Berufslebens ausübt. "Man muss auch für andere Berufe offen sein.". Wichtig sei aber vor allem einen Beruf zu ergreifen, den man mit Freude ausübt - das trage wesentlich zur Lebensqualität bei.
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