Seeber: Strengere Bestimmungen für saubere Luft

Neue Luftqualitäts-Richtlinie der EU nützt vor allem Tirol

Straßburg, 11. Dezember 2007 (ÖVP-PD) "Die Europäische Union nimmt sich verstärkt der Luftqualität in Europa an. Umwelt und Gesundheit bekommen Vorrang vor einem reinen Marktdenken, mit sehr ambitionierten Werten für die Luftreinhaltung setzt die Union zukunftsweisende Maßstäbe, sagte heute der Umweltsprecher des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament, Dr. Richard Seeber. Europaparlament und Rat haben sich auf eine neue Richtlinie für saubere Luft geeinigt, mit der die bestehenden Rechtstexte zusammengefasst und vereinfacht werden. "Die Kommission verpflichtet sich ihrerseits, rasch neue Vorschläge für einen höheren Emissionsschutz vorzulegen. Neue Regeln für Euro 6-LKW, für Kleinlaster und für Industrieanlagen werden dazu beitragen, die Luftqualität auch durch Maßnahmen direkt an den Emissionsquellen zu verbessern", betonte Seeber. ****

Zum ersten Mal legt die Richtlinie auch Grenzwerte für die Feinstaubbelastung fest. Für diese Kleinstpartikel (PM 2,5) gilt ab 2010 ein Zielwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter, diese Zielvorgabe soll ab 2015 in einen verbindlichen Grenzwert umgewandelt werden. Für die PM 2,5 wird neben der Konzentrationsobergrenze von 25 µg/m3 auch ein Reduktionsziel für alle Mitgliedstaaten von 20 % bis 2020 vorgeschlagen. Die sonstigen geltenden Grenzwerte werden mit der neuen Richtlinie nicht berührt. Der derzeit gemessene Jahresgrenzwert für PM 10 (40 µg/m3) sowie der Tagesgrenzwert (50 µg/m3), der an maximal 35 Tagen überschritten werden darf, bleiben unverändert.

"Nichts ist dem Bürger näher als die Luft, die er einatmet und von der er lebt. Gerade in Tirol sind wir seit Jahren mit Fragen der Luftqualität konfrontiert. Die Europäische Union nimmt sich dieser Herausforderung energisch an. Die heutige Entscheidung für eine bessere und effizientere EU-Gesetzgebung zur Luftreinhaltung ist auch eine große Bestätigung für den Weg Tirols, seine Fahrverbote auf die Normen der Luftqualität und -reinhaltung zu basieren. Wir werden auf diesem Weg weitergehen - angesichts der steigenden Zahl schwerer LKW, die durch Tirol fahren, bietet uns die neue Luftreinhalte-Richtlinie der EU auch ausreichend Möglichkeiten", so Seeber abschließend.

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