VP-Cortolezis-Schlager ad SP-Stadtregierung: Wo bleibt die Bildungsgarantie bis 18?

Wien (VP-Klub) - Anlässlich des heutigen Beschlusses über die Fortführung des Auffangnetzes für jugendliche Lehrstellensuchende (jedem Jugendlichen, der keine Lehrstelle findet, ist ein Lehrgangsplatz anzubieten) kritisiert die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager, dass Wien noch nichts zur Senkung des Anteils der Jugendlichen ohne Berufsausbildung oder Schulabschluss unternommen hat.

"Bei den JASG - Maßnahmen handelt es sich ausschließlich um ad Hoc Maßnahmen. Was wir aber wirklich dringend brauchen, ist eine ganzheitliche und tief greifende Reform im Zusammenspiel der betrieblichen und schulischen Ausbildung", meint Cortolezis-Schlager und weiter: "In Zukunft müssen Polytechnische Schulen und Berufsschulen viel besser mit Oberstufenrealgymnasien und den Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen zusammenarbeiten, um formale Bildungsabschlüsse in einem modularen System zu ermöglichen."

"Bezüglich Bildungsgarantie bis 18 Jahre tut sich in Wien einfach nichts", so die VP-Bildungssprecherin weiter, "Die SPÖ ist immer noch im Wahlkampf und nicht in der operativen Landespolitik. Es wird Zeit, dass sie die Umsetzung des Regierungsübereinkommens aktiv unterstützt und die Bildungsgarantie bis 18 in Wien Realität werden lässt."

Lehrstellenmangel in Wien tragische Wirklichkeit

Die Wiener VP-Stadträtin erinnert auch daran, dass Wien trotz konjunktureller Erholung immer noch erhebliche wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Probleme zu beheben hat. So lag die Jugendarbeitslosigkeit in Wien 2006 mit 10% deutlich über dem österreichischen Schnitt und während österreichweit auf jede offene Lehrstelle 1,5 Lehrstellensuchende kommen, sind es in Wien pro Lehrstelle 5,4 Lehrstellensuchende (Oktober 2007). "Hätte die Bundeshauptstadt in den letzten zehn Jahren mehr getan, dann müsste der Bund im Bereich der Lehrstellen heute nicht dermaßen stark aushelfen", so die Wiener VP-Politikerin.

"Insbesondere bei den Jugendarbeitslosen zeigen sich die Versäumnisse in Wien. In Wien verfügen 60 % der Jugendarbeitslosen über keinen oder nur einen Pflichtschulabschluss. Keine oder fast keine Chancen am Arbeitsmarkt sind die Folge", so Cortolezis-Schlager.

Abschließend fordert die VP-Bildungssprecherin von den Rathausverantwortlichen die Erstellung eines Wirtschaftsplanes für Wien: "Was Wien braucht, sind klare Zielsetzungen hinsichtlich des Wirtschafts- und Beschäftigungswachstums. Die kann man nur erreichen, wenn man einen Plan hat. Es wird Zeit, dass die Rathausverantwortlichen einen solchen Plan vorlegen", so die Stadträtin.

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