Vilimsky: ÖBB sollen bei Spekulationsgeschäften, nicht beim Service sparen

Wien (OTS) - Als "ungeheuerliche Dienstleistungsverweigerung" bezeichnet FPÖ-Verkehrssprecher NAbg Harald Vilimsky die Sitzplatzkürzungen der ÖBB. "Es ist nicht einzusehen, dass Bahnkunden zur Zahlung von drei Euro für eine Reservierung genötigt oder alternativ zu stundenlangem Stehen verurteilt werden."

Im Zuge der aktuellen Fahrplanänderung hätten die ÖBB bis zu 50 Prozent der Sitzplätze reduziert, berichtet Vilimsky. Für viele Fahrgäste, die vorab ungenügend oder gar nicht von dieser Maßnahme informiert wurden, bedeute dies mitunter mehrstündiges Stehen auf überfüllten Gängen. Die Aussage des ÖBB-Pressesprechers, die Kunden sollten eben rechtzeitig reservieren, weil die Reservierung mit drei Euro ohnedies günstiger geworden wäre, sei blanker Zynismus.

"Wer eine bereits von mehrfachen Preiserhöhungen verteuerte Bahnkarte gekauft hat, sollte damit selbstverständlich das Recht auf einen Sitzplatz erwerben", fordert Vilimsky. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass die ÖBB-Kunden für die Rechenschwäche der Staatsbahnen herhalten müssen. Wenn die ÖBB behaupten, ihre Zählung habe das jetzt zur Verfügung stehende Sitzplatzangebot als ausreichend dargelegt, die Passagiere dann aber dichtgedrängt auf den Gängen stehen, kann etwas an dieser Zählung nicht stimmen. Dass die ÖBB mit dem Rechnen ihre liebe Not haben, hat sich gerade erst an ihren als zig-Millionen-Euro-Flop aufgeflogenen Spekulationsgeschäften gezeigt. Bahnkunden für diese und andere Unzulänglichkeiten zur Kasse zu bitten, ist indiskutabel", so der freiheitliche Verkehrssprecher abschließend.

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