AWO stellt neuen Europäischen Entwicklungsfonds vor

EU-finanzierte Geschäftschancen in Entwicklungsländern - neuer AWO-Fachbereich "Netzwerk Projekte International" als Informationsdrehscheibe

Wien (PWK982) - Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) stellte in Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA) in einer rege besuchten Veranstaltung interessierten Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit den 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF, 2008-2013) vor. "Der Anteil, den der österreichische Staat als EU-Mitglied in diesen Fonds einzahlt, wird bei weitem nicht durch Rückflüsse aus zugeschlagenen Projekten ausgeglichen", betonte Carl de Colle, zuständiger AWO-Experte von der AWO-Abteilung Exportfinanzierung & Auslandsinvestitionen. De Colle:
"Die Beteiligung österreichischer Firmen an diesem mit reichlichen Finanzmitteln bestückten EU-Instrumentarium und somit die Rückflüsse in die österreichische Wirtschaft müssen erhöht werden."

Zu diesem Zweck informierten Experten über die Geschäftsmöglichkeiten mit dem EEF und gaben Erfahrungen über Projekte mit dem EEF bzw. generell in Afrika weiter. "Der 10. EEF verfügt über einen Finanzrahmen von 23 Milliarden Euro und konzentriert sich auf die Bereiche Infrastruktur, Gesundheit, Ausbildung und wirtschaftliche Integration", führte Henning Bosüner von EuropeAid - Europäische Kommission aus. Ein Schwerpunkt liegt in der Förderung der Privatwirtschaft. Laut der Vertreterin der Europäischen Investitionsbank, Catherine Collin, sei die Entwicklung des privaten Sektors der Schlüssel zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum und damit zu einer erfolgreichen Armutsbekämpfung in diesen Ländern.

Um österreichischen Unternehmen den Zugang zu internationalen Projekten und Konsortien zu erleichtern, fungiert der neue AWO-Fachbereich "Netzwerk Projekte International" als Informationsdrehscheibe für wirtschaftsnahe Entwicklungszusammenarbeit in Emerging Markets bezüglich internationaler Projekte, die IFI- oder EU-finanziert sind. Es wird eine enge Zusammenarbeit mit Firmen angestrebt, um die Lücke zwischen den Geschäftschancen und komplexen Auftragserteilungen bestmöglich zu schließen. "Die WKÖ hat sich lange Jahre für die Schaffung einer Österreichischen Entwicklungsbank eingesetzt, welche ab Februar 2008 operativ sein sollte", sagte De Colle. Neben der traditionellen Exportförderung sind Standortsicherung, Erschließung neuer Märkte und Wohlstandssicherung in den emerging markets immer relevantere Themen. "Im Fall der Unternehmens- und Entwicklungspartnerschaften im Rahmen der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA) kann der Beweis erbracht werden, dass Wirtschaft und Entwicklung zusammenpassen", so De Colle.

Die gute Zusammenarbeit zwischen der WKÖ und ADA, die in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil geworden ist, bestätigte auch ADA-Geschäftsführerin Brigitte Öppinger-Walchshofer: "Aus meiner Sicht ist die Kooperation mit der Wirtschaft ein wichtiges Element der Armutsbekämpfung. Denn wo sich die Privatwirtschaft engagiert, entstehen Arbeitsplätze, werden Einkommen für die Menschen der Region erwirtschaftet und wird Know-how geschaffen." Diese positiven Effekte seien besonders für Entwicklungs- und Transformationsländer von Bedeutung. Länder, die auch für österreichische Unternehmen Perspektiven eröffnen. Die Österreichische Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit unterstützt diesen Win-win-Effekt und fördert die Realisierung von Investitionsprojekten mit entwicklungspolitischem Mehrwert. Mit der gemeinsamen Informationsveranstaltung von WKÖ und ADA wolle man Informationsdefizite abbauen und Hilfestellungen anbieten, um die mitunter verwirrende Programmvielfalt und die komplizierten Ausschreibungsregeln der EU besser zu verstehen. Außerdem gehe die ADA mit ihrem Programm "Wirtschaft und Entwicklung" noch einen Schritt weiter und ermutige durch finanzielle Unterstützungen einheimische Unternehmen zu Investitionen in den Ländern des Südens. (BS)

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