Marek: Lehre nach dem österreichischen, dualen System ist Erfolgsmodell

Staatssekretärin Christine Marek bei der parlamentarischen Enquete des Bundesrates "Bildung - Beruf - Wirtschaft"

Wien (OTS/BMWA) - Im Rahmen der heutigen parlamentarischen Enquete des Bundesrates "Bildung - Beruf - Wirtschaft - Mehr Chancen für Alle" legte Staatssekretärin Christine Marek den Schwerpunkt auf die Zukunft der Lehre. "Die Lehre nach dem österreichischen, dualen System ist ein Erfolgsmodell", so Marek. Dank dem Blum-Bonus gebe es seit 2005 wieder steigende Lehrlingszahlen. Die Zahl der Lehrlinge lag 2004 und 2005 noch bei rund 119.000, mit Ende November 2007 jedoch bereits bei knapp 130.000. Natürlich gelte es, die Lehre auch weiterhin "zukunftsfähig" zu gestalten, so Marek. Deshalb werde mit den Sozialpartnern an einer Weiterentwicklung der Lehrstellenförderung gearbeitet.

Darüber hinaus werden die einzelnen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen laufend modernisiert, neue Lehrberufe geschaffen, Lehrberufe, für die kein Bedarf mehr besteht, laufen aus bzw. gehen in Nachfolgelehrberufe über. "Mit der Modularisierung von Lehrberufen schaffen wir ebenfalls einen ganz neuen Impuls in Richtung Zukunftsfähigkeit", so Marek. Die ersten beiden Modullehrberufe -Installations- und Gebäudetechnik sowie Werkstofftechnik - werden demnächst verordnet werden. Die nächsten Modularisierungen seien in den Bereichen Kraftfahrzeugtechnik und Holztechnik geplant.

Abschließend verwies Marek auf die Bedeutung des Images der Lehre, um vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels leistungsstärkere Jugendliche für eine Lehrausbildung zu interessieren und zu begeistern. Lehre müsse alle Wege der Ausbildung und Karrieremöglichkeiten nach oben offen halten. "Das Modell 'Lehre und Matura' ist hier ein richtiger Ansatz", so Marek. Deshalb gelte es, zur erfolgreichen Berufsreifeprüfung im zweiten Bildungsweg die Möglichkeit des gleichzeitigen Ablegens der Matura gemeinsam mit der Lehrabschlussprüfung zu schaffen. Zahlreiche best-practice Beispiele aus den Bundesländern können hier Vorbild sein, so Marek. Keinesfalls dürfe es am Ende jedoch Lehrlinge zweiter Klasse geben. Hinsichtlich der Lehre mit Matura brauche es absolute Wahlfreiheit.

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